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Anthrachinone



Die Gruppe der Anthrachinone (formal vom Anthrachinon abgeleitet) nimmt in der Pflanzenheilkunde einen wichtigen Platz unter den therapeutisch wirksamen Bestandteilen von Heilpflanzen ein. Sie wirken gegen Verstopfung, da sie den Anteil der Elektrolytmineralien im Darm steigern und den Stuhl weicher machen. Außerdem wirken sie schmerzstillend, entzündungshemmend, gegen Steinbildung und Psoriasis.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Substanzen aus der Gruppe der Anthrachinone

  • Aloe-Emodin wirkt antibiotisch und kathartisch.
  • Aloetic acid, dt.: Aloesäure hat antibiotische Wirkung.
  • Aloin (aus der Aloe vera) steigert die Peristaltik des Dickdarms und wirkt daher leicht kathartisch (abführend), außerdem emetisch (Erbrechen erregend). Aloin ist nur im Blattgrün enthalten, welches bei der Verarbeitung gewöhnlich vorsichtig entfernt wird, so dass es nicht in Aloe vera-Produkte zur inneren Anwendung gelangen sollte.
  • Anthranole
  • Barbaloin wirkt antibiotisch und kathartisch.
  • Emodin wirkt kathartisch.
  • Isobarbaloin wirkt analgetisch (schmerzstillend) und antibiotisch.
  • Monosulfonsäure
  • Restannol


Die anderen Hauptgruppen heilkräftiger Pflanzenbestandteile sind: Ätherische Öle, Alkaloide, Bitterstoffe, Flavonoide, Gerbstoffe, Glykoside, Phytoöstrogene und Schleimstoffe.


Warnung: Über einen längeren Zeitraum und in hoher Dosis eingenommen können Anthrachinone eine Gewöhnung herbeiführen und die Darmwand bleibend schädigen! Ein überhöhter Dauergebrauch sollte vermieden werden, da es zur vermehrten Kalium-Ausscheidung kommt. Ein niedriger Kaliumspiegel führt wiederum zur Verstopfung (Obstipation).

Anthrachinone sollten am besten nur in Ausnahmefällen eingenommen werden.

- nach bestimmten Operationen, wenn der Darm geschont werden soll oder wenn die Belastung einer frischen Wunde durch Druck verhindert werden soll.

- nach Einnahme von Morphin- oder Codeinpräparaten. (Diese können Verstopfung herbeiführen)


Vorkommen von Anthrachinonen und Anthracenderivate: Sennesblätter, Faulbaumrinde, Rhabarberwurzel.


Bitte beachten Sie den Hinweis zu Gesundheitsthemen!
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Anthrachinone aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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