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Antoine François de Fourcroy



Antoine François Comte de Fourcroy (* 15. Juni 1755 in Paris; † 17. Dezember 1809) war ein französischer Chemiker und Politiker.

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Leben

Antoine François Comte de Fourcroy war der Sohn eines Apothekers im Hause des Herzoges von Orléans. Er studierte in Paris und erlangte trotz großer Geldschwierigkeiten 1780 den Dokortitel. 1784 wurde er Professor der Chemie im Jardin du Roi. Im Jahr 1792 setzte er als Mitglied des Nationalkonvents die Einführung der Gleichheit von Maßen und Gewichten durch und war auch im Komitee des öffentlichen Unterrichts und in der „Section des armes“ tätig.

Nach dem 9. Thermidor wurde er Mitglied des Wohlfahrtsausschusses und wurde 1795 in den Ältestenrat gewählt, nahm aber 1798 sein Lehramt der Chemie wieder an. Napoléon Bonaparte berief ihn in den Staatsrat und vertraute ihm 1801 die oberste Leitung des öffentlichen Unterrichts an. 1808 wurde ihm der Grafentitel verliehen, im folgenden Jahr verstarb er an einem Schlaganfall.

Werke

Seine Hauptschriften sind:

  • Leçons élémentaires d'histoire naturelle et de chimie (Paris 1781, 2 Bde.; 1791, 5 Bde.; unter dem Titel:
  • Système des connaissances chimiques et de leurs applications aux phénomènes de la nature et de l'art, Paris 1801, 6 Bde.; deutsch im Auszug von F. Wals, Königsberg 1801-1803, 4 Bde.); mit Antoine Laurent de Lavoisier, Guyton de Morveau und Claude Louis Berthollet
  • Méthode De Nomenclature Chimique (Paris 1787), deutsch Methode der chemischen Nomenklatur für das antiphlogistische System von Morveau, Lavoisier, Berthollet und de Fourcroy. Nachdr. d. Ausg. Wien 1793, ISBN 3-487-06450-2.
  • La Médecine éclairée par les sciences physiques, ou Journal des découvertes relatives aux différentes parties de l'art de guéri (Paris 1791 - 92, 4 Bde.);
  • Philosophie chimique (Paris 1792; 3. Aufl., das. 1806; deutsch als Chemische Philosophie oder Grundwahrheiten der neuern Chemie: auf eine neue Art geordnet von A. F. Fourcroy. Aus dem Französischen übersetzt von Johann Samuel Traugott Gehler. Leipzig 1796);
  • Tableaux synoptiques de chimie (Paris 1805; deutsch als Synoptische Tabellen über den ganzen Umfang der Chemie: als Leitfaden für die Vorlesungen über diese Wissenschaft in den Schulen von Paris, von Görres, Koblenz 1802).

Seine Werke sind meist in deutscher Übersetzung herausgekommen und wurden mehrfach als Nachdrucke herausgegeben.

  • Literatur von und über Antoine François de Fourcroy im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text („public domain“) aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888–1890. Bitte entferne diesen Hinweis nur, wenn Du den Artikel so weit überarbeitet oder neu geschrieben hast, dass der Text den aktuellen Wissensstand zu diesem Thema widerspiegelt und dies mit Quellen belegt ist, wenn der Artikel heutigen sprachlichen Anforderungen genügt und wenn er keine Wertungen enthält, die den Wikipedia-Grundsatz des neutralen Standpunkts verletzen.
 
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