Meine Merkliste
my.chemie.de  
Login  

Arsenolith



Arsenolith (Arsen(III)-oxid)
Chemismus As2O3
Mineralklasse Oxide, Metall:Sauerstoff=2:3
IV/C.02-10 (nach Strunz)
4.3.9.1 (nach Dana)
Kristallsystem kubisch
Kristallklasse isometrisch-hexoktahedral \ 4/m \ \bar 3 \ 2/m
Farbe blau, hellgelb, rot, weiß
Strichfarbe weiß
Mohshärte 1,5
Dichte (g/cm³) 3,9
Glanz Glasglanz bis Seidenglanz
Transparenz durchsichtig bis durchscheinend
Bruch muschelig
Spaltbarkeit gut
Habitus oktaedrische Kristalle
Häufige Kristallflächen
Zwillingsbildung
Kristalloptik
Brechzahl
Doppelbrechung
(optische Orientierung)
 ; isotrop
Pleochroismus
Winkel/Dispersion
der optischen Achsen
2vz ~
Weitere Eigenschaften
Phasenumwandlungen
Schmelzpunkt
Chemisches Verhalten in Wasser löslich
Ähnliche Minerale
Radioaktivität nicht radioaktiv
Magnetismus nicht magnetisch
Besondere Kennzeichen hochgiftig, krebserregend

Arsenolith (Arsenblüte, Arsen(III)-oxid) ist ein in der Natur selten vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der Oxide mit dem Verhältnis Metall : Sauerstoff = 2 : 3. Es kristallisiert im kubischen Kristallsystem mit der chemischen Formel As2O3 und entwickelt oktaedrische Kristalle oder mehlige, pudrige Ablagerungen.

Es kann manchmal als Umwandlungsprodukt in Form weißer Kristalle auf metallischem Arsen und anderen Mineralien beobachtet werden, die Tennantit (Cu12As4S13) oder Arsenopyrit (FeAsS) enthalten.

Achtung! Arsentrioxid ist eines der giftigsten Mineralien und krebserregend. Die oral aufgenommene, tödliche Dosis kann bereits bei weniger als 0,1 g liegen.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Inhaltsverzeichnis

Bildung und Fundorte

Arsenolith entsteht durch Oxidation von Arsen-Erzen.

Fundorte sind unter anderem Johanngeorgenstadt und Sankt Andreasberg in Deutschland, Jáchymov in Tschechien, White Caps Mine/Nevada in den USA.

Verwendung

  Arsenolith kommt zwar in der Natur nur selten vor, ist aber für die chemische Industrie dennoch von großer Bedeutung unter anderem zur Herstellung von Nagetier- und Insektengiften und wird deshalb synthetisch hergestellt → siehe Hauptartikel Arsen(III)-oxid.

Siehe auch

Systematik der Minerale, Liste der Minerale, Portal:Geowissenschaften

Literatur

  • Edition Dörfler: Mineralien Enzyklopädie, Nebel Verlag, ISBN 3-89555-076-0
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Arsenolith aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Ihr Bowser ist nicht aktuell. Microsoft Internet Explorer 6.0 unterstützt einige Funktionen auf Chemie.DE nicht.