Meine Merkliste
my.chemie.de  
Login  

Aufbereitung (Montanindustrie)



Die Aufbereitung bezeichnet im Bereich der Montanindustrie die Verfahren, den geförderten Rohstoff (meist Steinkohle oder Eisenerz) von unerwünschten, aber mitgeförderten Bestandteilen zu trennen. Dieser Arbeitsschritt liegt zwischen der Förderung und der Verhüttung. Um die Transportkosten aus den Abbaugebieten zu vermindern, wird durch die Aufbereitung schon in den Rohstoff exportierenden Ländern das zu transportierende Volumen stark vermindert. Bei der späteren Verhüttung ergeben sich außerdem geringere Entsorgungskosten (Sondermüllvermeidung).

Erz

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Metallerze enthalten große Anteile (bis zu 70%) an sogenannter Gangart, d.h. taubes Gestein wie Kieselsäure, Tonerde, Kalkstein und andere. Weiterhin gibt es häufig unerwünschte Begleitelemente wie Oxide, Sulfide und andere Verunreinigungen, die bei der Verhüttung erhebliche metallurgische Probleme bereiten und in Form von Sondermüll entsorgt werden müssen.

Kohle

Rohkohle ist nach der Förderung von Nebengestein wie Sandstein und Tonschiefer sowie von Mineraleinschlüssen (Brandschiefer, Schwefelkies, Kalkspat, Spateisenstein etc.) durchsetzt und ist in diesem Zustand nicht nutzbar.

Verfahren

In der Aufbereitung kommen folgende Verfahren zur Anwendung:

  1. In Brechern werden die Materialien zerkleinert.
  2. Die Bestandteile werden aufgrund des unterschiedlichen spezifischen Gewichtes über Fließrinnen, Sinkscheider oder Setzmaschinen getrennt (Kohlewäsche).
  3. Eine Sortierung nach Größe erfolgt in Siebmaschinen.
  4. Schweretrennen mittels Hydrozyklone und Zusatz von Flotationsreagenzien in der Flotation.

siehe auch: Trennverfahren

Im Laufe der Aufbereitung können auch Fremdprodukte beigemischt werden. Bei der Erzaufbereitung z.B. werden so Sekundärrohstoffe wie metallhaltige Filter-Stäube oder Hüttenumlaufprodukte mit den primären Rohstoffen vereinigt. Auf diese Art und Weise werden z.B. metallhaltige Stahlwerkstäube wieder in den Hochofenprozess integriert.

Für die Vielfalt der sekundären Rohstoffe im Müll- und Schrottsektor sind auch hier komplexe verfahrenstechnische Maßnahmen notwendig. Für ein Industrieland wie Deutschland ist der vorhandene, umlaufende, sekundäre metallhaltige Rohstoff enorm wichtig - entsprechend ist das Zerkleinern = Shreddern von Altautos, Sortierung und Rückführung = Recycling von Komponenten wie Kunststoff, kupferhaltige Elektrokabel, Fensterscheiben-Glas und Blei aus Altakkus ein besonderes Thema der Aufbereitung.

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Aufbereitung_(Montanindustrie) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Ihr Bowser ist nicht aktuell. Microsoft Internet Explorer 6.0 unterstützt einige Funktionen auf Chemie.DE nicht.