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Aussalzen



Aussalzen ist ein Prozess, bei dem wasserlösliche Substanzen (beispielsweise Proteine) durch eine Salzzugabe ausgefällt werden. Die gebräuchlichsten Salze sind Ammoniumsulfat und ferner Kaliumphosphat. Durch das Lösen des Salzes binden die Ammouniumsulfat-Moleküle eine große Anzahl von Wasser-Molekülen. Je mehr Salz gelöst wird, desto weniger Wassermoleküle stehen für die Wechselwirkung mit den Proteinen zur Verfügung. Bei steigender Salzkonzentration können ab einem gewissen Punkt unterschiedliche Proteine nicht mehr in Lösung gehalten werden und bilden einen Niederschlag. Das Aussalzen entspricht also im wesentlichen einer Dehydratation. Da sich Proteine in ihren Lösungseigenschaften unterscheiden, können sie durch diese Methode voneinander getrennt werden (Salz-Fraktionierung). Bestimmte Proteine können jedoch bei zu langsamer oder zu schneller Salzzugabe leicht denaturiert werden. Neben der Salzmenge spielt also auch die Geschwindigkeit der Dehydration eine entscheidende Rolle. In der Praxis wird das Salz oftmals in trockener Form und in kleinen Mengen zugegeben. Erst nachdem sich das Salz vollständig gelöst hat, wird eine neue Salzportion zugegeben. Bei kleinen Probenvolumina wird das Salz in Form einer gesättigten Ammoniumsulfat-Lösung tropfenweise beigegeben. Jedoch ist zu beachten, dass sich das Volumen der Probelösung entscheidend vergrößert. Bei einer 50% igen Sättigung wird das Probenvolumen verdoppelt. Die ausgefällten Proteine können durch zentrifugieren isoliert werden. Das zugegebene Salz kann durch eine nachgelagerte Dialyse wieder entfernt werden.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Eine weitere Anwendung in der organischen Chemie ist die Salzzugabe beim Ausschütteln im Scheidetrichter. Das führt in Fällen einer schlechten Trennung der organischen und wässrigen Phase zu einer besseren Trennung.

 
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