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Bortrifluorid



Strukturformel
Allgemeines
Name Bortrifluorid
Andere Namen

Trifluorboran

Summenformel BF3
CAS-Nummer 7637-07-2[1]
Kurzbeschreibung farbloses, an feuchter Luft rauchendes Gas
Eigenschaften
Molare Masse 67,8062 g·mol−1
Aggregatzustand gasförmig
Dichte 0,0031 g·cm−3[1]
Schmelzpunkt −127,1 °C[1]
Siedepunkt −100,4 °C[1]
Löslichkeit

reagiert heftig mit Wasser[1]

Sicherheitshinweise
Gefahrstoffkennzeichnung aus RL 67/548/EWG, Anh. I
R- und S-Sätze R: 14-26-35
S: (1/2-)9-26-28-36/37/39-45
MAK

2,5 mg/m3 (Fluorid)[1]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Bortrifluorid ist eine sehr giftige chemische Verbindung, die in der chemischen Industrie für eine Vielzahl von chemischen Reaktionen als Katalysator bzw. Ausgangsstoff zur Herstellung verschiedener Borverbindungen eingesetzt wird. Sie ist bei Raumtemperatur gasförmig und besitzt eine kritische Temperatur von −12,3 °C.

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Inhaltsverzeichnis

Gewinnung und Darstellung

Bortrifluorid kann gewonnen werden durch:

Eigenschaften

Physikalische Eigenschaften

Die Molekülstruktur des Bortrifluorid ist trigonal planar.

Chemische Eigenschaften

Bortrifluorid ist eine sehr starke Lewis-Säure. Sie bildet mit Elektronenpaardonoren Additionsverbindungen. Mit Wasser reagiert sie unter Zersetzung zu Borsäure und Flusssäure.

BF3 + 3H2O → B(OH)3 + 3 HF

Allerdings die Hydrolyse im Gegensatz zu anderen Borhalogeniden nicht vollständig, da sich auch das inerte, tetraedrische BF4--Ion bildet.

HF + BF3 → HBF4


Verwendung

Gasförmiges Bortrifluorid und Bortrifluorid-Addukte werden hauptsächlich als Katalysatoren oder Co-Katalysatoren benutzt. Zum Beispiel bei der Herstellung von:

  • Polymeren
  • hochwertige Schmieröle
  • Pharmazeutika
  • Aroma- und Duftstoffe

und anderen Herstellungsprozessen für Feinchemikalien und Borverbindungen (Alkylborane, Aminborane, Verbindungen mit Suzuki-Kupplung). Weiterhin wird es in der Halbleiterindustrie als Borlieferant für die Ionenimplantation (p-Dotierung), zur Oberflächenbehandlung von Stahl und Glas und in Neutronendetektoren verwendet.

Sicherheitshinweise

Bortrifluorid ist sehr giftig.

Wichtige BF3-Addukte

  • BF3-Methanol
  • BF3-Phenol
  • BF3-Dibutylether
  • BF3-Diethylether
  • BF3-Dimethylether
  • BF3-THF (Tetrahydrofuran)
  • BF3-Essigsäure
  • BF3-Acetonitril
  • BF3-Dihydrat
  • BF3-Phosphorsäure

Quellen

  1. a b c d e f Sicherheitsdatenblatt (alfa-aesar)
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Bortrifluorid aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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