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Brüdenkompression



Die Brüdenkompression ist eine Konstruktionsart zur Beheizung und Kühlung einer Destillationskolonne (näheres hierzu siehe unter Erdölraffinerie) oder eines Verdampfers.

In Destillationskolonnen wird im Sumpf Wärme zugeführt, um einen oder mehrere Stoffe aus einem Stoffgemisch zu verdampfen. Im Kopf wird Wärme abgeführt, um die Brüden zu kondensieren.

Da der Brüden auf Grund der anderen Zusammensetzung einen tieferen Taupunkt hat als der Siedepunkt des Sumpfes, kann die am Kolonnenkopf abgezogene Wärme nicht direkt zur Beheizung des Sumpfes dienen.

Bei der Brüdenkompression wird der Brüden verdichtet. Hierdurch steigt die Temperatur über den Siedepunkt im Sumpf an (treibende Temperaturdifferenz) und die Kondensationswärme wird zur Verdampfung verwendet.

Die Brüdenkompression wird nur verwendet, wenn kein günstiger Heißdampf zur Verfügung steht, da für die Kompression ein großer apparativer Aufwand getrieben und viel elektrische Energie eingesetzt werden muss (mechanische Brüdenkompression).

Auch bei der Zuckerherstellung kommt das Verfahren in der mehrstufigen Verdampfstation zur Anwendung. Dabei wird der Brüden der letzten Verdampferstufe, welcher ansonsten nutzlos kondensiert werden muss, mit Hilfe von höherwertigem Treibdampf (Zwischenentnahme aus der Turbine der Fabrik) mit Hilfe eines Strahlverdichters auf die Heizdampfqualität der ersten Verdampferstufe aufgewertet (thermische Brüdenverdichtung).

 
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