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Butylhydroxytoluol



Strukturformel
Allgemeines
Name Butylhydroxytoluol
Andere Namen
  • 2,6-Di-tert-butyl-p-kresol
  • 3,5-Bis(1,1-dimethylethyl)-4-hydroxytoluol
  • 3,5-Di-tert-butyl-4-hydroxytoluol
  • BHT
  • 2,6-Di-tert-butyl-4-methylphenol
  • 2,6-Bis(1,1-dimethylethyl)-4-methylphenol
  • E 321
Summenformel C15H24O
CAS-Nummer 128-37-0
Kurzbeschreibung farb- und geruchloser, kristalliner Feststoff [1]
Eigenschaften
Molare Masse 220,35 g·mol−1
Aggregatzustand fest
Dichte 1,048 g·cm−3 [1]
Schmelzpunkt 69–70 °C [1]
Siedepunkt 265 °C [1]
Dampfdruck

20 Pa (20 °C) [1]

Löslichkeit

praktisch unlöslich in Wasser: 0,1–1,14 mg·l−1 (20 °C) [1]

Sicherheitshinweise
Gefahrstoffkennzeichnung [1]
keine Gefahrensymbole
R- und S-Sätze R: keine R-Sätze
S: keine S-Sätze
MAK

20 mg·m−3 [1]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Butylhydroxytoluol (BHT) ist eine chemische Verbindung, die in der Natur nicht vorkommt, aber industriell in erheblichen Mengen hergestellt und verwendet wird.

Verwendung

BHT wird in zahlreichen Verbraucherprodukten, z. B. Kosmetika oder Verpackungsmaterialien, und auch als zugelassener Lebensmittelzusatzstoff unter der Bezeichnung E 321 eingesetzt. Es dient vor allem als Antioxidans, um Veränderungen von Produkten durch Luftsauerstoff zu verhindern oder zu verlangsamen. In den 80er-Jahren wurde die Wirksamkeit von BHT gegen Herpes festgestellt. Die Ausbildung von allergischen Reaktionen der Testpersonen gegen BHT verhinderte aber eine weitere Nutzung in diesem Bereich.

Toxikologie

Die Zeitschrift „Lebensmitteluntersuchung und -Forschung A“ (Volume 196, Number 4 / April 1993) beschreibt einen Tierversuch mit hoher Dosierung von BHT. Es tritt eine Störung der Blutgerinnung auf und im Langzeitversuch entstehen Lebertumore. Auch die „International Agency for Research on Cancer“ stuft BHA und BHT als cancerogen ein. Im „Journal of cancer research and clinical oncology“ (2001, Volume 127, Number 10, p. 583–590) wird eine cancerogene Wirkung von BHT auf die Lunge vermutet (im Tierversuch bei bestimmter Dosierung).

Quellen

  1. a b c d e f g h Eintrag zu Butylhydroxytoluol in der GESTIS-Stoffdatenbank des BGIA, abgerufen am 9. Dez. 2007 (JavaScript erforderlich)
  • INCHEM-Stoffbericht
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Butylhydroxytoluol aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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