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Chemischer Transport



Das Phänomen des Chemischen Transports (chemische Transportreaktion) beruht auf einer chemischen Gleichgewichtsreaktion, bei der mindestens zwei gasförmige Komponenten, das sogenannte Transportmittel und der Gasphasenkomplex, sowie eine feste oder flüssige Komponente (der zu transportierende Stoff) beteiligt sind. Wenn das Gleichgewicht nicht „extrem“ liegt, das heißt, wenn man durch moderate Temperaturveränderung die Richtung der chemischen Reaktion ändern kann, lassen sich in speziellen Gefäßen, die zwei verschiedenen temperierte Zonen enthalten (Transportgefäße), Stoffe weit unterhalb ihres Siedepunktes oder Sublimationspunktes über die Gasphase von einer Zone in die andere transportieren.
Der Chemische Transport wurde in den 50er Jahren von Prof. Harald Schäfer (Univ. Münster/Westf.) zunächst als Methode zur Kristallsynthese und Kristallzüchtung eingeführt und in diesem Zusammenhang theoretisch behandelt; er ist aus der modernen Chemie und der chemischen Verfahrenstechnik heute nicht mehr wegzudenken.

Beispiele

 

Anwendungen

Literatur

  • Harald Schäfer: Chemische Transportreaktionen. Verlag Chemie 1962.
  • Michael Binnewies: Chemie in Glühlampen. Chemie in unserer Zeit 1986, 20, 141.
 
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