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Claus-Prozess



Der Claus-Prozess ist ein Verfahren zur industriellen Herstellung von Schwefel aus Schwefelwasserstoff. Schwefelwasserstoff entsteht beispielsweise bei der Herstellung von Steinkohlenkoks als Bestandteil des Kokereigases oder bei der Entschwefelung von Erdöl in Raffinerien.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Der Prozess besteht aus zwei Schritten[1]:

  1. Ein Teil des Schwefelwasserstoffs wird zu Schwefeldioxid verbrannt:
    \mathrm{2\ H_2S + 3\ O_2 \longrightarrow 2\ SO_2 + 2\ H_2O}
  2. An einem Katalysator, beispielsweise AlO(OH), wird das Schwefeldioxid mit weiterem Schwefelwasserstoff zu Schwefel reduziert:
    \mathrm{16\ H_2S + 8\ SO_2 \longrightarrow 3\ S_8 + 16\ H_2O}

Das SO2, das im Claus-Verfahren nicht zu Schwefel umgesetzt wurde, wird mit dem Scot-Verfahren zu H2S umgesetzt (hydriert):

\mathrm{\ SO_2 + 3\ H_2 \longrightarrow H_2S + 2\ H_2O}

Quellen

  1. Charles E. Mortimer, Ulrich Müller: Chemie; ISBN 3-13-484308-0, S. 411–412
 
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