Meine Merkliste
my.chemie.de  
Login  

Cyclamat



Strukturformel
Allgemeines
Name Cyclamat
Andere Namen Cyclohexylsulfaminsäure
Summenformel C6H13NO3S
CAS-Nummer 100-88-9
PubChem-Nummer 7533
E-Nummer E 952
Kurzbeschreibung
Eigenschaften
Molmasse 179,24 g·mol-1
Aggregatzustand
Schüttdichte 600-700 kg/m³
Thermische Zersetzung 265°C
Dampfdruck Pa (x °C)
Löslichkeit in Wasser (20°C) 200 g/L
Dosierung
ADI-Wert 7 mg/kg Körpergewicht pro Tag
Toxizität
LD50
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.


Cyclamat (E 952) ist ein synthetisch hergestellter Süßstoff. Chemisch handelt es sich um Cyclohexylsulfaminsäure und ihre Natrium- und Calciumsalze. Cyclamat ist etwa 35-mal so süß wie Saccharose (Zucker), aber nur ein Zehntel so süß wie z. B. Saccharin. Cyclamat ist in Deutschland seit 1963 zugelassen und hat von den in der EU zugelassenen Süßstoffen die geringste Süßintensität. Allerdings ist Cyclamat seit langem bekannt wegen seines besonders zuckernahen Geschmacks.

Verwendung

Cyclamat ist hitzebeständig und lässt sich daher auch zum Kochen und Backen verwenden. Es wird vor allem für Kaugummi und kalorienreduzierte Lebensmittel benutzt. Um eine höhere Süßkraft ohne geschmackliche Nachteile zu erhalten, werden häufig Mischungen von Cyclamat mit Saccharin (Verhältnis 10:1) hergestellt. Aufgrund seiner synergistischen Eigenschaften lässt sich Cyclamat aber auch sehr gut mit allen anderen Süßstoffen kombinieren. Die tägliche Höchstdosis beträgt 7 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht bei einem Erwachsenen und wird von Kindern, die viele zuckerfreie, mit Cyclamat gesüßte Getränke trinken, oft erreicht. Cyclamat wird nicht verstoffwechselt und verlässt den Organismus der meisten Verbraucher unverändert über die Nieren. Darin ist es mit den Süßstoffen Acesulfam und Saccharin vergleichbar. Nur sehr wenige Menschen verfügen über Bakterien in der Darmflora, die das Cyclamat zu einem geringen Teil umwandeln können. Das eventuell anfallende Abbauprodukt ist Cyclohexylamin.

Eine Zeit lang stand Cyclamat unter dem Verdacht, krebserregend zu sein, nachdem Tierversuche in den USA die Begünstigung von Blasenkrebs gezeigt hatten[1]. Neuere Studien konnten diesen Verdacht nicht erhärten. In den USA ist Cyclamat seit 1970 verboten, in Europa ist es für bestimmte Lebensmittel zugelassen, aber zum Süßen von Bonbons und Kaugummis ist es nicht mehr erlaubt.

Literatur

  1. M. R. Weihrauch, V. Diehl (2004): Artificial sweeteners - do they bear a carcinogenic risk?. In: Annals of Oncology. Vol. 15, S. 10. 1460-1465(6) Oxford University Press
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Cyclamat aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Ihr Bowser ist nicht aktuell. Microsoft Internet Explorer 6.0 unterstützt einige Funktionen auf Chemie.DE nicht.