Meine Merkliste
my.chemie.de  
Login  

Diazotrophie



Diazotrophie nennt man die Stickstofffixierung durch prokaryotische Organismen. Es sind sowohl freilebende (z.B. Azotobacter und Clostridium), als auch symbiotisch lebende Stickstoffixierer bekannt. Die symbiotischen leben häufig in und an den Wurzeln höherer Pflanzen. Sie stellen den fixierten Stickstoff in Form von Ammoniumionen (NH4+) zur Proteinbiosynthese zur Verfügung, und erhalten im Gegenzug Kohlenstoffverbindungen als Energie für die Stickstofffixierung. Den Knöllchenbakterien der Gattung Rhizobium kommt aufgrund ihrer Verbreitung und Stickstoffbindungskapazität die quantitativ höchste Bedeutung zu.

Der N2-Fixierungsprozess erfordert den Einsatz von Energie in Form von Adenosintriphosphat (ATP) und NADPH2, sowie das Zusammenspiel von mindestens drei Enzymsystemen:

  1. Nitrogenase; Mo-Fe-S haltiger Enzymkomplex aus Dinitrogenase und Dinitrogenase-Reduktase
  2. Leghämoglobin; Hämoglobinähnlicher Farbstoff mit O2-Schutzfunktion für die Nitrogenase
  3. Ferredoxin; Elektronentransporter

Das von der Nitrogenase gebildete NH4+ wird unter weiterem NADPH2- und ATP-Verbrauch durch Aminotransferasen zur Synthese von Aminosäuren verwendet.

α-Ketoglutarat → GlutaminsäureGlutamin

Asparaginsäure kann auch als Akzeptor dienen, das Endprodukt ist dann Asparagin.

Quellen

Larcher, Walter. Ökophysiologie der Pflanzen. ISBN 3825280748

Siehe auch

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Diazotrophie aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Ihr Bowser ist nicht aktuell. Microsoft Internet Explorer 6.0 unterstützt einige Funktionen auf Chemie.DE nicht.