Meine Merkliste
my.chemie.de  
Login  

Digoxigenin



 

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Digoxigenin (kurz DIG) ist ein Steroid aus den Blättern des Fingerhuts Digitalis purpurea. Es ist das Aglykon des Herzglykosids Digoxin.

Verwendung

Digoxigenin wird in der Molekularbiologie zur Markierung von DNA und RNA benutzt. Bei RNA-Sonden wird DIG üblicherweise an Uridintriphosphat (UTP) gekoppelt, da es für RNA spezifisch ist, bei DNA-Sonden an Desoxyuridintriphosphat (dUTP). Die Detektion erfolgt durch einen Anti-Digoxigenin-Antikörper, der mit einem Reporter-Enzym gekoppelt ist, das wiederum eine Farbreaktion auslöst. Digoxygenin wird nur in gebundem Zustand erkannt (Hapten), sodass diese Methode sehr gut zur Sichtbarmachung von DNA (z. B. beim Southern Blot) oder RNA (z. B. beim Northern Blot oder in-situ, also im Gewebe geeignet ist.

Literatur

  • Holtke, H.J. et al. (1990): Non-radioactive labeling of RNA transcripts in vitro with the hapten digoxigenin (DIG) - hybridization and ELISA-based detection. In: Nucleic Acids Res. Bd. 18, S. 5843-5851. PMID 2216776 PDF
  • Holtke, H.J. et al. (1995): The digoxigenin (DIG) system for non-radioactive labelling and detection of nucleic acids - an overview. Cell. Mol. Biol. Bd. 41, S. 883-905. PMID 8595368
  • Tautz, D und Pfeifle, C. (1989): A non-radioactive in situ hybridization method for the localization of specific RNAs in Drosophila embryos reveals translational control of the segmentation gene hunchback. Chromosoma. Bd. 98, S. 81-85 PMID 2476281
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Digoxigenin aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Ihr Bowser ist nicht aktuell. Microsoft Internet Explorer 6.0 unterstützt einige Funktionen auf Chemie.DE nicht.