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Dorothy Mary Hodgkin



Dorothy Mary Hodgkin OM, geborene Crowfoot (* 12. Mai 1910 in Kairo; † 29. Juli 1994 in Shipston-on-Stour, England) war eine englische Biochemikerin. Für ihre Analyse der Struktur des Vitamins B12 erhielt sie 1964 den Nobelpreis für Chemie. 1987 wurde sie mit dem Internationalen Lenin-Friedenspreis ausgezeichnet.  

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Leben

Dorothy Crowfoot war die älteste von vier Töchtern eines englischen Kolonialbeamten in Kairo. Die Eltern reisten viel und ließen deshalb ihre Kinder bei Verwandten in England aufwachsen. Schon als Jugendliche war Dorothy Crowfoot fasziniert von Kristallen und chemischen Strukturen. Als sie mit 16 Parsons „Grundlagen der Chemie“ las, beschloss sie Chemie zu studieren.

Von 1928 bis 1932 belegte sie Chemie in Oxford, anschließend ging sie nach Cambridge, um unter der Leitung von Bernal Sterole zu untersuchen. Sie war von der „Eleganz“ der damals neuen Röntgenstrukturanalyse hingerissen. 1932 kehrte Dorothy Crowfoot als Lehrkraft nach Oxford zurück. Im selben Jahr begann sie mit der chemischen Analyse des Insulins, eine Analyse, die 35 Jahre dauern sollte, bis die gesamte Struktur dieses Stoffs aufgedeckt war.

1938 kam ihr Sohn Luke zur Welt. Kurz darauf erkrankte sie schwer an Gelenkrheumatismus, von dem sie sich aber nicht von ihren Forschungen abhalten ließ. 1947 wurde sie als dritte Frau in die exklusive Royal Society aufgenommen. Ab 1962 war Dorothy Hodgkin Mitglied der Pugwash-Konferenz und setzte sich aktiv für die Verständigung von Wissenschaftlern aus Ost und West ein.

1964 erhielt sie den Nobelpreis für Chemie. Dorothy Crowfoot Hodgkin war die dritte Frau nach Marie Curie (1911) und deren Tochter Irène Joliot-Curie (1935), die diese hohe Ehrung bekam. 1965 erhielt sie als zweite Frau - nach Florence Nightingale - von Queen Elizabeth II. den Order of Merit verliehen.

Literatur über Dorothy Crowfoot Hodgkin

  • Jürgen Neffe: Irgendwann habe ich einen ganz starken Willen entwickelt, in Charlotte Kerner; Nicht nur Madame Curie - Frauen, die den Nobelpreis bekamen, Belz Verlag Weinheim und Basel 1999, ISBN 3-407-80862-3
 
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