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Dragendorff-Reagenz



Das Dragendorff-Reagenz ist eine von Hans Dragendorff entwickelte Nachweismethode für Alkaloide und tertiäre Amine. Bei Zugabe der Reagenz zeigen die Alkaloide eine charakteristische Färbung (teils nach orange). Tertiäre Amine können gelbe, orangefarbene und rote bis braune Färbungen geben. Es findet Anwendung in der Dünnschichtchromatographie (DC) als Sprühreagenz oder Tauchbad, z.B. zur Arzneimittelanalytik.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Das Reagenz setzt sich zusammen aus Bismutoxidnitrat, Weinsäure und Kaliumiodid. Es entsteht ein Kalium-Tetraiodobismutat-Komplex. Basiche aliphatische Amine werden protoniert (durch die Weinsäure), es erfolgt die Bildung eines nicht mehr solvatisierbaren Ionenpaares der Form [BiI4]-[HNR3]+.

Die Entwicklung der Dragendorff-Reagenz stammt vom Pharmazeuten Georg Dragendorff († 1898) der in Dorpat unterrichtete.

 
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