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Dyke




  Als Dyke (engl.) oder Dike (amerikan.) werden in der Geologie plattenartige, weitreichende Gesteinskörper aus magmatischem Gestein bezeichnet, die größere Spalten ausfüllen und das umgebende Gestein schneiden oder durchkreuzen.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Der Terminus hat in letzter Zeit teilweise den deutschen Begriff "Gesteinsgang" (siehe Gang (Geologie)) ersetzt, der sich in einigen Bereichen der geologischen Fachsprache vom anglo-amerikanischen Begriff unterscheidet.

Dykes kommen im Regelfall zusammen mit größeren magmatischen Gesteinskörpern vor und bilden oft große Schwärme von radialer oder paralleler Struktur (teilweise auch scheinbare Linienstrukturen). Sehr bekannt ist der Mull-Schwarm im englischen Yorkshire, der mit fast 600 km Erstreckung weltweit zu den größten Dykes zählt.

Die diskordante Natur der magmatischen Dikes verursacht verschiedene Erscheinungsformen:

  • Multiple Dykes: zusammenhängende Gesteinskörper, die sich vorwiegend aus mehrfachen Intrusionen desselben Materials gebildet haben.
  • Komposite Dykes: aus mehreren Phasen gebildet. Beispielsweise kann ein ursprünglicher Dolerit-Dyke in einer späteren Phase durch andersartige Tiefengesteine (verschiedene chemische Zusammensetzung intrudiert werden.
  • Ring-Dykes schneiden die Erdoberfläche ringförmig, kreis- oder bogenförmig, während
  • "Cone Sheets" ringförmige Gänge sind, die einem auf die Spitze gestellten Kegel entsprechen, also mit zunehmender Tiefe schmäler werden.

Die Körnigkeit der Gesteine, die für durchschnittlich große Dykes typisch sind, ist meist mittelkörnig. Kleinere Dykes sind vorwiegend feinkörnig, sehr große Dykes (wozu auch manche Ring-Dykes zählen) eher grobkörnig. Dies hängt mit der verschiedenen Erstarrungszeit zusammen, welche für die Größe der gebildeten Kristalle verantwortlich ist. - siehe auch

Siehe auch

  • Great Dyke in Simbabwe
  • Zumbo in Mosambik mit ultra basic dykes
  • Transvaal als Südende des Great Dyke
  • Magmatit, Ganggestein, Sills;
  • Batholith, Lakkolith, Pluton
  • Manche Lesben nennen sich auch Dykes

Literatur und Weblinks

  • H.H.Read, J.Watson 1966: Introducing Geology
  • Mineralienatlas, Dike/Dyke
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Dyke aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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