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Dynamische Lichtstreuung



Bei der dynamischen Lichtstreuung (DLS) handelt es sich um eine Methode, bei der das Streulicht eines Lasers an einer gelösten Probe analysiert wird. Sie wird am häufigsten bei Polymeren und Biopolymeren wie zum Beispiel Proteinen angewandt, um den hydrodynamischen Radius der Moleküle zu bestimmen.

Strahlt man mit einem Laser auf eine gelöste Probe, so wird ca. 1 % des Lichts an den gelösten Molekülen gestreut. Analysiert man die Intensität des Streulichts unter einem bestimmten Winkel, so erhält man eine Messgröße, die eine Aussage über die Molekülmasse der Moleküle erlaubt. Man spricht hierbei zur klaren Unterscheidung von der dynamischen Lichtstreuung auch von 'statischer Lichtstreuung'.

Da die Moleküle sich in Lösung aber auch bewegen (Brownsche Molekularbewegung), wird die Wellenlänge des gestreuten Lichtes minimal verändert. Dies hat zur Folge, dass die Intensität des Streulichtes kleine Schwankungen aufweist. Misst man nun diese Schwankungen im Millisekunden-Bereich, so spricht man von 'dynamischer Lichtstreuung'. Aus den Schwankungen kann man die Diffusionsgeschwindigkeit der Moleküle in Lösung bestimmen. Über die Viskosität des Lösungsmittels erhält man so das eigentliche Ergebnis, den hydrodynamischen Radius der Moleküle in Lösung.

Die dynamische Lichtstreuung ist auch unter den Bezeichnungen 'Photonenkorrelationsspektroskopie' (PCS) oder 'quasielastische Lichtstreuung' (QELS) bekannt.

 
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