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Eindringtiefe



Die Eindringtiefe wird verwendet als Maßbezeichnung für das Vermögen eines Gegenstandes, von Substanzen oder von Wellen, in einen Gegenstand oder Materie einzudringen, oder als Eigenschaft des Gegenstandes, einem Eindringen Widerstand entgegenzusetzen. Sie wird in der Regel auf einen standardisierten Eindringvorgang bezogen und mit einer vergleichenden Messmethode ermittelt.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Inhaltsverzeichnis

Ballistik

In der Ballistik wird die Eindringtiefe eines Waffenprojektils mit einer Beschussprobe, auf einen Block genormten Materials (z. B. Ballistische Gelatine) ermittelt. Diese Messmethode wird vor allem bei der Forensik verwendet, um die Schussentfernung ermitteln zu können.

Elektromagnetische Wellen

Bei elektromagnetischen Wellen ist die Eindringtiefe der Punkt, an dem eine elektromagnetische Welle beim Eindringen in ein Medium nur noch ein 1/e-tel (ca. 37 %) der Ausgangsamplitude entspricht.

Der Begriff findet unter anderem als Londonsche Eindringtiefe (London-Gleichung), optische Eindringtiefe und beim Skineffekt Anwendung.

Geophysik

Bei verschiedenen geophysikalischen Messmethoden ist die Eindringtiefe ein limitierender Faktor für die Untersuchung von Strukturen im Inneren des Erdkörpers. Hierbei handelt es sich um Verfahren, bei denen das Erdinnere mit angeregten Wellen durchstrahlt wird.

Neben elektromagnetischen Verfahren, wie dem Georadar oder der Magnetotellurik wird der Begriff auch in der Geoelektrik und in Bezug auf seismische Wellen in der Seismologie und der aktiven Seismik verwendet. Die Eindringtiefe ist dabei abhängig von der Frequenz der Welle, wird jedoch auch durch die Entfernung der Quelle zum Messinstrument und dem damit verbundenen Strahlweg begrenzt.

Werkstoffe

Bei Werkstoffen ist die Eindringtiefe ein Maß für die Fähigkeit einer Flüssigkeit in einen Werkstoff einzudringen. Bei der Imprägnierung ist natürlich erwünscht, dass das Imprägniermittel eine möglichst große Eindringtiefe hat. Bei Anstrichen und Lacken, wegen des erhöhten Verbrauchs, im Gegensatz nicht.

Werkstoffprüfung

Bei der Werkstoffprüfung werden verschiedene Messverfahren verwendet, bei denen anhand des Eindringvermögens eines Vergleichkörpers in den Werkstoff, dessen Härte bestimmt wird. Je tiefer die Eindringtiefe ist, desto weicher der Stoff. Es dürfen aber nur Werte verglichen werden, die nach der selben Messmethode ermittelt wurden.

Folgende Messmetoden sind verbreitet welche mit dem Maß der Eindringtiefe arbeiten:

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Eindringtiefe aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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