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Ernst Otto Beckmann



Ernst Otto Beckmann (* 4. Juli 1853 in Solingen; † 13. Juli 1923 in Berlin) war ein deutscher Chemiker.

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Nach dem Abitur absolvierte er eine Ausbildung als Apothekengehilfe und war in verschiedenen Orten tätig. Von 1875 bis 1878 studierte er Pharmazie und Chemie in Leipzig und promovierte dort. An der Technische Universität Braunschweig habilitierte er sich 1882, ging aber ein Jahr später zu Hermann Kolbe nach Leipzig zurück, wo er nach einer Umhabilitation 1890 selbst eine Professur erhielt. Über Stationen in Gießen und Erlangen kehrte er 1897 nach Leipzig zurück, um schließlich 1912 als erster Direktor an das neu gegründete Kaiser-Wilhelm-Institut für Chemie in Berlin-Dahlem zu gehen. Hier war Beckmann bis 1921 Wissenschaftliche Mitglied und Direktor einer Abteilung.

Sein Name ist mit der Beckmann-Umlagerung, also der intramolekularen Umlagerung von Ketoximen in substituierte Amide und dem Beckmann-Thermometer bis heute in der Chemie und chemischen Literatur präsent.

Die Beckmann-Umlagerung wird auch heute noch in der chemischen Industrie zur Herstellung von ε-Caprolactam aus Cyclohexanonoxim angewendet. Aus ε-Caprolactam wird Perlon hergestellt.

 
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