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Feuchtigkeit



Der Ausdruck Feuchtigkeit kennzeichnet die Anwesenheit von Wasser in einer Substanz oder einem Gas.

Befindet sich die Feuchtigkeit an der Oberfläche eines Stoffes, so spricht man von Nässe, Kondensat, oder Adsorption.

Gasförmige Feuchtigkeit wird im allgemeinen als Luftfeuchtigkeit und im Verbund mit flüssigem Wasser als Dunst, Nebel oder Nassdampf bezeichnet. Die Feuchtigkeit des Bodens bezeichnet man als Bodenfeuchte, die der Haut als Hautfeuchtigkeit und die des Holzes als Holzfeuchte.

Die Feuchtigkeit eines Stoffes ist mit vielerlei Eigenschaften verknüpft. Beispiele hierfür sind die Quellfestigkeit, die elektrische Leitfähigkeit, die Wärmeleitfähigkeit, der Reibkoeffizient und die Trocknungseigenschaften.

Den Entzug von Wasser von einer Oberfläche oder aus einer Substanz bezeichnet man allgemein als Trocknung oder Entwässerung.

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Inhaltsverzeichnis

Feuchtigkeit in Gebäuden

In Gebäuden kann sich Feuchtigkeit an unterschiedlichen Stellen und aus unterschiedlichen Gründen festsetzen und im Mauerwerk zu schädlicher Schimmelbildung führen.

Äußere Ursachen

  • Regen und tauender Schnee können über undichte Dachabdeckungen eindringen.
  • Seitlich im Boden in Kellerwände eindringendes Wasser (sogenanntes Schichtwasser) kann, häufig bei Gebäuden in Hanglage ein Problem, nach stärkeren Regenfällen in das Mauerwerk eindringen.
  • Grundwasser, das bis an den Keller heranreicht (sogenanntes drückendes Wasser), ist eine weitere Quelle für feuchte Wände. Es kann bei nicht sachgerechter Abdichtung bei der Bauausführung durch die Kapillarwirkung des verwendeten Baumaterials in den Wänden gegen die Schwerkraft aufsteigen.

Gegenmaßnahmen bestehen in allen diesen Fällen in der fachmännischen Bauwerksabdichtung der entsprechenden Stellen des Gebäudes.

Innere Ursachen

Quellen für die Entstehung von Feuchtigkeit in Gebäuden sind zum Beispiel Duschen, Kochen, Waschen, Wäsche Trocknen und Bügeln. Bei diesen Vorgängen wird die Luftfeuchtigkeit gesteigert. Der so gespeicherte Wasserdampf schlägt sich an kälteren Stellen im Gebäude, wie zum Beispiel an Fensterscheiben, Außenwänden, -kanten und -ecken sowie Wärmebrücken an Rollladenkästen über Fenstern nieder.

Diese Kondensationsfeuchtigkeit und die warme Raumluft bieten die besten Lebensbedingungen für Schimmelpilze, deren Sporen Gesundheitsprobleme wie zum Beispiel allergische Reaktionen verursachen können.

Vorbeugende Maßnahmen sind regelmäßiges Lüften und ein angepasstes Wohnklima mit einer relativen Luftfeuchte zwischen 45 und 50 %. Im Winter, wenn weniger gut thermisch isolierte Außenwände besonders kalt werden, ist - um Heizenergie zu sparen - mehrmals täglich ein kurzfristiges sogenanntes Stoßlüften bei voll geöffnetem Fenster zu empfehlen.

Eine weitere, erheblich seltenere Quelle für Feuchtigkeit in Gebäuden ist ein Leck in der Wasserverrohrung oder auch ein Wasserrohrbruch.

Siehe auch

  • Wohnqualität
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Feuchtigkeit aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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