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Fließkurve



Die Fließkurve ist ein Begriff aus der Rheologie, es geht also um die Betrachtung des Fließens von Stoffen.

Die Fließkurve ist ein Diagramm, in dem der Zusammenhang zwischen der Schubspannung oder alternativ der Viskosität gegenüber der Schergeschwindigkeit für eine bestimmte Substanz dargestellt wird.

In der Praxis bedeutet das, dass eine Probe in einem Viskosimeter oder Rheometer mit einer immer größeren Geschwindigkeit belastet wird, und dabei die Viskosität aufgezeichnet wird. Viele Substanzen wie Wasser oder Silikonöl zeigen hierbei am Viskositäts-Schergeschwindigkeits-Diagramm eine horizontale Linie, sprich keine Abhängigkeit der Viskosität von der Beanspruchung (sprich, der Schergeschwindigkeit). Solche Substanzen werden als Newtonsche Flüssigkeit bezeichnet.

Es existieren folgende Modelle bzw. Typisierungen:

Natürlich sind auch hier alle Modellen gewissen Einschränkungen unterworfen, so dass die Annahme eines Modells für eine bestimmte Substanz nur in einem gewissen Bereiche (Temperatur, Schergeschwindigkeit) mit ausreichender Genauigkeit zutrifft.


In der Werkstoffkunde wird der Begriff entsprechend dem dort üblichen Vokabular wie folgt formuliert:

 

Die Fließkurve stellt den Zusammenhang zwischen Fließspannung und Umformgrad dar. Sie kann z.B. mit Hilfe des Stauchversuchs oder des Zugversuchs ermittelt werden. Die Fließspannung ist neben dem Umformgrad auch von dem Werkstoff, der Temperatur und der Umformgeschwindigkeit abhängig.

Die Fließspannung ist ein Maß für die benötigte Kraft pro Flächeneinheit, um einen Körper plastisch zu verformen.


siehe auch: Rheologie, Fließgrenze, Duktilität, Viskosität, Zähigkeit

 
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