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Gliotoxin



Strukturformel
Allgemeines
Name Gliotoxin
Andere Namen

Aspergillin

Summenformel C13H14N2O4S2
CAS-Nummer 67-99-2
Kurzbeschreibung weißer bis gelber Feststoff [1]
Eigenschaften
Molare Masse 326,4 g·mol−1
Aggregatzustand fest
Schmelzpunkt 200-202 °C [2]
Löslichkeit

löslich in DMSO, DMF, Pyridin, Chloroform, Ethanol

Sicherheitshinweise
Gefahrstoffkennzeichnung aus RL 67/548/EWG, Anh. I
[1]
R- und S-Sätze R: 25[1]
S: 36/37/39-45[1]
LD50

67 mg·kg−1[1] (Maus (oral))

WGK 3 (stark wassergefährend)[3]
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Gliotoxin ist ein potentes Mykotoxin (Schimmelpilzgift), das von Aspergillus fumigatus, Aspergillus terreus, Eurotium chevalieri und Gliocladium fimbriatum gebildet wird. Da das Toxin in erster Linie von dem weit verbreiteten Aspergillus fumigatus gebildet wird, könnten auch im Biomüll unter geeigneten Voraussetzungen erhöhte Mengen dieses Mykotoxins enthalten sein.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Wirkung

Die Wirkung von Gliotoxin äußert sich vor allem in seinen immunsuppressiven und cytotoxischen (zellgiftigen) Eigenschaften. Das Toxin beschleunigt den natürlichen Zelltod (Apoptose) bei tierischen und menschlichen Körperzellen, welcher gewöhnlich erst nach dem Erreichen eines bestimmten Alters der Zelle eintritt.

Gliotoxin ist auch für die medizinische Forschung interessant, da seine cytotoxische Wirkung auch bei Krebszellen nachgewiesen werden konnte. Möglicherweise kann Gliotoxin daher auch in der Krebstherapie Verwendung finden.

Quellen

  1. a b c d e Fermentec Biotechnology: Sicherheitsdatenblatt
  2. Fermentec Biotechnology: Beschreibung
  3. Sigma-Aldrich: Gliotoxin from Gliocladium fimbriatum
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Gliotoxin aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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