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Grünkreuz



Grünkreuzgranaten waren giftgastragende Granaten, die im Ersten Weltkrieg verwendet wurden, um Giftgas auch über weitere Entfernungen zielsicher zum Einsatz zu bringen.

Die Bezeichnung Grünkreuzgranate stammt daher, dass die Granaten während des Ersten Weltkriegs mit grüner Farbe gekennzeichnet wurden. Die Kappe des Zünders war grün lackiert und auf dem Boden der Kartuschen befand sich ein grünes Kreuz.

Für Grünkreuzgranaten wurden Phosgen und Diphosgen als Kampfstoff verwendet. Später wurden ganz allgemein Lungenkampfstoffe mit Grünkreuz bezeichnet. Phosgen wurde bereits 1812 von dem englischen Chemiker Sir Humphry Davy entdeckt.

Zum Einsatz kam es erstmals am 31. Mai 1915 bei einem Angriff der Deutschen bei Ypern. Hierbei wurde es in einer Mischung aus 95% Chlorgas und 5% Phosgen eingesetzt. Bald danach ging man zum wirksameren reinen Phosgen über.

Siehe auch:

 
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