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Holzbeton



Holzbeton ist ein Werkstoff, bestehend aus einer Mischung von Sägespänen (5 Volumenanteile) und Zement (3 Volumenanteile). Holzbeton wird mittlerweile fast ausschließlich im Naturschutz verwendet, und zwar für Nistkästen, Bruthöhlen und Überwinterungsquartieren diverser Tiere.

Verarbeitung

Das Gemisch wird mit Wasser angerührt, bis es etwa die Konsistenz von feuchter Gartenerde hat. Beim Auspressen einer Handvoll sollte spärlich etwas Flüssigkeit abtropfen. Der Zusatz von Calciumchlorid beschleunigt das Abbinden. - Zur Verarbeitung müssen vorher Formen gefertigt werden, in die die pastöse Masse eingestampft wird. Die Haltbarkeit des Werkstoffes ist sehr gut und soll mehrere Jahrzehnte betragen.

Sicherheitshinweise

  • Zement ist ätzend und greift die Haut an. Deshalb wird empfohlen, bei allen Arbeiten mit dem Werkstoff Haushalts-Gummihandschuhe zu tragen.
  • Der verwendete Zement sollte chromatarm sein, um Allergien vorzubeugen.
  • Nicht in die Augen gelangen lassen; bei Verätzungen der Augen diese mit reichlich Wasser ausspülen und sofort den Arzt aufsuchen.

Geschichte

Im Zweiten Weltkrieg wurden in Deutschland umfangreiche Versuche mit Holzbeton durchgeführt, um diesen Baustoff für den Behelfsheimbau im Rahmen des Deutschen Wohnungshilfswerks nutzbar zu machen. Der kriegsbedingte Mangel an Zement verlangte nach anderen Zuschlagstoffen wie zum Beispiel Hochofen- oder Braunkohlenschlacke; die so errichteten Behelfsheime hatten im allgemeinen eine geringe Lebensdauer und nur ungenügende Witterungsbeständigkeit, da das enthaltene Holz nicht ausreichend gegen die eindringende Feuchtigkeit geschützt war.

 
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