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Klassieren



Klassieren oder Klassierung nennt man in der mechanischen Verfahrenstechnik ein Trennverfahren zur Zerlegung eines dispersen Feststoffgemisches nach definierten Kriterien wie Korngröße oder Sinkgeschwindigkeit. Das Ergebnis sind mindestens zwei Fraktionen, die sich dadurch unterscheiden, dass die Mindestgrenze der einen Fraktion zugleich die Höchstgrenze der anderen Fraktion ist. Feststoffpartikel, die genau dazwischen liegen, nennt man Grenzkorn. Ziel des Klassierens ist:

  • die Herstellung von mehreren möglichst sauber voneinander getrennten Teilmengen des ursprünglichen Feststoffgemischs (Konfektionierung) oder
  • die Abtrennung von Ober- bzw. Unterkorn, um Störungen oder Überlastungen bei nachfolgenden Prozessen zu vermeiden.

Man unterscheidet folgende Klassierverfahren:

  • Siebklassieren mittels Sieben
  • Stromklassieren mit dem Trennmedium Luft oder andere Gase, z. B. mittels Windsichten
  • Stromklassieren mit dem Trennmedium Wasser oder andere Flüssigkeiten, z. B. mittels Schwimm-/Sink-Verfahren
  • Gleichfälligkeitsklassieren.

Zerkleinerungs-, Klassier- und Sortiertechnik werden im Bergbau, im Steinbruch, im Kieswerk und in der Recyclingindustrie zusammen als Aufbereitungstechnik bezeichnet.

Siehe auch Klassierung für weitere Begriffsanwendungen.

 
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