Meine Merkliste
my.chemie.de  
Login  

Knudsen-Diffusion



Knudsen-Diffusion (nach Martin Knudsen) bezeichnet Diffusionsprozesse, bei denen Teilchen öfter mit Fließbegrenzungen als mit anderen Teilchen zusammenstoßen.

Produkt-Highlight

Dies bedeutet, dass die mittlere freie Weglänge der Teilchen größer ist als eine geometrische Beschränkung. Knudsen-Diffusion tritt also auf, wenn die Knudsen-Zahl sehr viel größer als eins ist. Dies ist für die Diffusion dünner Gase (Knudsen-Gase) in porösen Medien der Fall.

Der Knudsen-Diffusionskoeffizient DK (SI-Einheit m2s-1) ist abhängig von der Porengeometrie. Für lange, gerade Poren berechnet er sich annähernd zu:

D_K=\frac{2}{3}r\sqrt{\frac{8RT}{\pi M}}

Er ist unabhängig vom Druck und der molaren Masse eines zweiten Gases, in dem die Diffusion stattfindet.

Der Knudsen-Diffusionskoeffizient eines Gases in einem porösen Medium lässt sich aus dem Wert für eine einzelne gerade Pore berechnen:

D_{K,Medium}=\frac{\varepsilon}{\tau}D_{K,Pore}
  • \varepsilon – Porosität des Mediums, die für die Diffusion zur Verfügung steht (verbundene Poren)
  • τ – Tortuosität

Belege

  • PDF über Knudsen-Fluss in porösen Medien
  • E. L. Cussler: Diffusion – Mass transfer in fluid systems, Cambridge University Press, 1997, ISBN 0-521-56477-8
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Knudsen-Diffusion aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

Produkt-Highlight

Ihr Bowser ist nicht aktuell. Microsoft Internet Explorer 6.0 unterstützt einige Funktionen auf ie.DE nicht.