Meine Merkliste
my.chemie.de  
Login  

Kohlpharma



kohlpharma ist der größte deutsche Arzneimittelimporteur (Marktanteil deutlich über 50 %) mit Sitz in Merzig (Saarland).

Das Unternehmen wurde 1979 von Edwin Kohl gegründet. Geschäftszweck war der Import von medizinischen Einmalartikeln. Ab 1981 erfolgte die Konzentration auf den Import von Arzneimitteln. Vom Einmannbetrieb ist das Unternehmen zum größten deutschen Arzneimittelimporteur gewachsen. 2001 überstieg der Umsatz erstmalig die Grenze von einer Milliarde Deutsche Mark (514 Millionen Euro). Der Umsatz 2005 belief sich auf 628 Millionen Euro.

Importarzneimittel

Die Hersteller von Arzneimitteln verkaufen ihre Produkte in den einzelnen Ländern zu unterschiedlichen Preisen. Durch den Import eines Arzneimittels aus einem Land mit niedrigen Preis kann das Prärarat als Import auch in Deutschland günstiger angeboten werden, als es vom Originalhersteller getan wird.

Dabei gelten für den Import von Arzneimitteln strenge Regelungen. Importarzneimittel in Deutschland werden nur aus den Ländern der EU eingeführt. Der Importeur muss die therapeutische Identität mit dem in Deutschland vertriebenen Originalprodukt nachweisen. In der Regel ist für das Importprodukt eine Zulassung des Bundesamtes für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfAM) notwendig.

Der Vorteil von Importarzneimitteln für Patienten und Krankenkassen liegt in der Kostenreduzierung. Der Patient zahlt für ein gleiches Präparat weniger wenn er einen Import nutzt. Auch die Kosten für die Krankenkassen sinken dadurch beträchtlich.

Wegen der Kostenreduzierung gibt es auch eine Importquote. D.h. Apotheker sind verpflichtet, einen Teil ihres Fertigarzneimittelumsatzes mit Importarzneimitteln zu erzielen.

In Deutschland sind auch die Originalpräparate zum größten Teil Importe. Die multinationalen Pharmakonzerne produzieren ein bestimmtes Medikament an einem Standort und exportieren es dann weltweit. 85 Prozent der in Deutschland angebotenen Arzneimittel werden im Ausland produziert.

Wird ein im Ausland produziertes Arzneimittel auch von einem Arzneimittelimporteur eingeführt, so spricht man von einem Parallel-Import, wird das Präparat dagegen in Deutschland produziert und vom Arzneimittelimporteur wieder aus dem Ausland eingeführt, dann spricht man von einem Reimport.

Das Unternehmen heute

Kohlpharma hat über 1200 Mitarbeiter. Neben den Mitarbeitern in der Firmenzentrale existiert ein bundesweiter Außendienst. Der Vertrieb der Arzneimittel erfolgt sowohl über den pharmazeutischen Großhandel als auch bundesweit innerhalb von 24 Stunden direkt in jede Apotheke. Dazu wurde ein Logistikzentrum aufgebaut (2001), das modernste Pharma-Vertriebszentrum Europas .

Muttergesellschaft der Kohlpharma-Gruppe ist die Kohl Medical AG. Zur Firmengruppe gehören neben der Kohlpharma GmbH auch die Unternehmen 7x4 Pharma GmbH (Merzig), MTK-Pharma Vertriebs-GmbH und die AVIE GmbH & Co. KG.

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Kohlpharma aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Ihr Bowser ist nicht aktuell. Microsoft Internet Explorer 6.0 unterstützt einige Funktionen auf Chemie.DE nicht.