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Kokereigas



Kokereigas war zu Beginn des 19. Jahrhunderts der Brennstoff für die Gaslampen in den Städten. Später wurde es auch zum Heizen und Kochen in den Haushalten verwendet. Es enthält Wasserstoff, Methan, Stickstoff, Kohlenmonoxid, Kohlendioxid und höhere Kohlenwasserstoffe. Kokereigas wird durch Pyrolyse ("trockene Destillation") von Steinkohle erzeugt. Bei diesem Vorgang wird Steinkohle unter Luftabschluss erhitzt und in chemische Produkte gespalten. Eine Tonne Kohle ergibt 280 m³ Kokereigas und auch ca. 55 kg klebrigen Steinkohlenteer. Drei Viertel der Ausgangsmenge bleiben als Koks zurück.

Kokereigas wurde mit Gründung der Ruhrgas AG 1926 zum neuen Stadtgas und war - bevor es in den 1960er-Jahren durch Erdgas abgelöst wurde - über 40 Jahre die Geschäftsgrundlage der Ruhrgas AG. Kokereigas wird nun nurmehr in der Industrie eingesetzt.

 
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