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Kopplungskonstante



Mit Kopplungskonstante bezeichnet man in der Physik eine dimensionslose Größe, die die Stärke der Wechselwirkung zwischen den Austauschteilchen, Eichbosonen genannt, und den dazugehörigen Ladungen angibt.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Für jede der vier Grundkräfte existiert jeweils eine Kopplungskonstante. Aufgrund von Quantenfluktuationen sind diese Konstanten im Gegensatz zur klassischen Physik energieabhängig, d.h. die Kopplungsstärke kann bei höheren Energien zunehmen wie in der Quantenelektrodynamik oder abnehmen wie in der Quantenchromodynamik. Diesen Effekt bezeichnet man auch als das Laufen der Kopplungskonstante.

Im Allgemeinen kann ein Elementarteilchen mehrere Ladungen besitzen und deshalb auch an verschiedene Eichbosonen koppeln. Ein Quark zum Beispiel besitzt eine elektrische Ladung und eine Farbladung.

Übersicht der Kräfte und der dazugehörigen Eichbosonen und Ladungen

Wechselwirkung Eichboson(en) Ladung Kopplungskonstante
Starke Wechselwirkung Gluon Farbladung
Elektromagnetische Wechselwirkung Photon Elektrische Ladung Feinstrukturkonstante
Schwache Wechselwirkung W + -, W- und Z0-Boson Schwache Ladung
Gravitation Graviton (hypothetisch) Masse

Siehe auch

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Kopplungskonstante aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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