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Mößbauerspektroskopie



Die Mößbauerspektroskopie ist ein physikalisches Fein-Analyseverfahren, das in der Biochemie ebenso eingesetzt wird wie in der Geologie.

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Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Bei der Mößbauerspektroskopie macht man sich neben dem Mößbauer-Effekt den Doppler-Effekt zu nutze. Eine hyperfeine Modulation eines Gammastrahlers wird erzeugt, indem man ihn während der Messung mechanisch bewegt. So lassen sich in einem Hyperfeinspektrum Gammaquanten mit verschiedenen Energiepotentialen erzeugen. Dies ermöglicht bei verschiedenen Materialien, deren Atome in der Lage sind, solche Gammaquanten zu absorbieren, ein entsprechendes Transmissionsspektrum aufzunehmen. Wird eine Probe mit einer entsprechend modulierten äußerst durchdringenden Gammastrahlung durchleuchtet, so lässt sich mittels entsprechender Detektoren sowie computergestützter Auswertung ein materialtypisches Spektrum erzeugen. Dies ermöglicht sowohl qualitative wie auch quantitative Aussagen über das Vorhandensein bestimmter chemischer Elemente in einer Probe, ohne diese zu zerstören.

Anwendung

Hauptanwendungsgebiet der Mößbauer-Spektroskopie ist die Unterscheidung von zweiwertigem und dreiwertigem Eisen. Außerdem kann man damit die Elemente Zinn, Antimon und Tellur nachweisen. In den 80er Jahren wurden tragbare Mößbauer-Spektrometer zur Exploration der Zinnlagerstätten des Erzgebirges eingesetzt.

Siehe auch

Literatur

  • Christian Meier: "Mößbauerspektroskopie an biomimetischen Modellkomplexen und Nicht-Häm-Eisenproteinen". Shaker, Aachen 2001.
  • Stefan Lauterbach: "Der Oxidationsgrad des Eisens im unteren Mantel : eine Studie des Fe3+-Gehaltes des Silikat-Perowskits in Abhängigkeit seines Al-Gehaltes mit Mössbauer-Spektroskopie und Elektronen-Energie-Verlust-Spektroskopie (EELS)". 2000
 
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