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Magnesiumbromid



Strukturformel
Keine Strukturformel vorhanden
Allgemeines
Name Magnesiumbromid
Andere Namen
  • Magnesium(II)-bromid
  • Magnesiumdibromid
Summenformel MgBr2
CAS-Nummer 7789-48-2 (13446-53-2 als Hexahydrat)
Kurzbeschreibung farbloses, hygroskisches Pulver
Eigenschaften
Molare Masse 184,113 g/mol
Aggregatzustand fest
Dichte 3,72 g/cm³[1][2]
Schmelzpunkt 711 °C[1]
Siedepunkt 1158 °C[1]
Löslichkeit

löslich in Wasser

Sicherheitshinweise
Gefahrstoffkennzeichnung
[3][2]
R- und S-Sätze R: 36/37/38[3][2]
S: 26-36[3][2]
WGK 1[2]
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Magnesiumbromid ist eine chemische Verbindung des Magnesiums aus der Gruppe der Bromide. Es ist ein farbloses, hygroskopisches Pulver und tritt auch als Hexahydrat auf, welches bei 165 °C zu Magnesiumbromid dehydratisiert.

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Inhaltsverzeichnis

Vorkommen

Magnesiumbromid kommt natürlich in Abraumsalzen von Kalisalzlagerstätten (Bromide kommen in Kalisalzen etwa im Verhältnis von 1:300 zu den analogen Chloriden vor) und im Meerwasser (in einer Konzentration von etwa 70g/m³) vor[4].

Gewinnung und Darstellung

Es existieren verschiedene Möglichkeiten zur Herstellung von Magnesiumbromid, darunter:

\mathrm{Mg(OH)_2 + 2 HBr + 4 H_2O \longrightarrow MgBr_2 + 6H_2O}
  • Auch eine direkte Reaktion von Brom mit Magnesium in wasserfreiem Diethylether ist möglich:
\mathrm{Mg + Br_2 \longrightarrow MgBr_2}

Eigenschaften

Physikalische Eigenschaften

Magnesiumbromid besitzt eine Cadmiumiodid-Kristallstruktur.

Verwendung

Magnesiumbromid kann zur Herstellung von Brom aus bromidhaltigen Laugen verwendet werden.

\mathrm{MgBr_2  +  Cl_2 \longrightarrow Br_2 +  MgCl_2}

Weiterhin wird es bei organischen Synthesen eingesetzt[5].

Quellen

  1. a b c Datenblatt bei WebElements (englisch)
  2. a b c d e Datenblatt bei Sigma Aldrich
  3. Brom bei Seilnacht
  4. Script zur Herstellung von Alkoholen durch Grignardreaktion

Literatur

  • Brauer, Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie, Band 2, 3. Auflage, S.905ff
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Magnesiumbromid aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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