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Mangan(VII)-oxid



Strukturformel
Allgemeines
Name Mangan(VII)-oxid
Andere Namen

Dimanganheptoxid

Summenformel Mn2O7
CAS-Nummer 12057-92-0
Kurzbeschreibung grüne ölige Flüssigkeit
Eigenschaften
Molare Masse 221,87 g·mol–1
Aggregatzustand flüssig
Dichte 2,79 g·cm–3
Schmelzpunkt 5,9 °C
Siedepunkt explodiert bei Erhitzung über ~55 °C (sublimiert ab –10 °C)
Löslichkeit

Zersetzung bei Kontakt mit Wasser in Permangansäure HMnO4[1], löslich in Tetrachlorkohlenstoff

Sicherheitshinweise
Gefahrstoffkennzeichnung
R- und S-Sätze R: ?
S: ?
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Mangan(VII)-oxid ist eine chemische Verbindung mit der Summenformel Mn2O7. Die ölige Flüssigkeit ist hochreaktiv, da sie (wie die meisten ladungsneutralen Oxide) ein gefährlicher Oxidator (siehe auch Oxidationsmittel) ist. Die erste Beschreibung erfolgte 1860[2].

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Inhaltsverzeichnis

Gewinnung und Darstellung

Mangan(VII)-oxid wird durch die Reaktion von Schwefelsäure mit Kaliumpermanganat gewonnen.

\mathrm{2 \ KMnO_4 + 2 \ H_2SO_4 \longrightarrow} \mathrm{Mn_2O_7 + H_2O + 2 \ KHSO_4}

Eigenschaften

Bei niedrigen Temperaturen liegt die Verbindung als kristalliner Feststoff vor, der grünes Licht reflektiert und bei Durchlicht rot aussieht. Die Verbindung besteht aus aus einem Paar Tetraeder die über ein Sauerstoff-Teilchen verbunden sind, was mit der Strukturformel O3Mn–O–MnO3 beschrieben werden kann. Die außenliegenden Mn–O–Verbindungen haben einen Abstand von 1,585 Å und die zentrale Brücke 1,77 Å. Die zentrale Mn–O–Mn–Brücke hat einen Winkel von 120,7°[3]. Diese Eigenschaften sind ähnlich wie die von Pyrosulfaten, Pyrophosphaten, Dichromaten und anderen R2O7–Verbindungen (wobei R für Chlor oder Metalle wie Technetium oder Rhenium[4] steht).

Sicherheitshinweise

Mangan(VII)-oxid ist eine hochreaktive Verbindung. Sie zersetzt sich bei Raumtemperatur und explodiert ab Temperaturen von etwa 55 °C, wobei die Explosion auch durch Schlag oder Verunreinigungen ausgelöst werden kann. Es entstehen dabei Mangan(IV)-oxid (Braunstein) und Sauerstoff, sowie geringe Mengen an Ozon, was der Verbindung einen starken Geruch verleiht. Sie verkohlt organische Stoffe, wie etwa Holz, sofort. Mit Aceton oder anderen Lösungsmitteln erfolgt Selbstentzündung.

Quellen

  1. http://www.uni-bayreuth.de/departments/ddchemie/umat/mangan/oxmangan.htm
  2. Aschoff, H. Ann. Phys. Chem. Ser. 2 volume 111 (1860) page 217 and page 224.
  3. Simon, A.; Dronskowski, R.; Krebs, B.; Hettich, B. "Die Kristallstruktur von Mn2O7" Angewandte Chemie 1987, volume 99, pages 160 - 161.
  4. Krebs, B.; Mueller, A.; Beyer, H. H. The Crystal Structure of Rhenium(VII) Oxide" Inorganic Chemistry 1969, 8, 436-443.

siehe auch

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Mangan(VII)-oxid aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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