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Methylgrün



Strukturformel
Allgemeines
Name Methylgrün
Andere Namen
  • 4-((4-(Dimethylamino)phenyl)(4-(dimethyliminio) cyclohexa-2,5-dien-1-ylidene)methyl)- N-ethyl-N,N-dimethylanilinium chlorid
  • C.I. 42585
  • C.I. Basic Blue 20
  • Parisgrün
  • Heptamethyl-p-rosanilinchlorid
  • Doppelgrün SF
  • Double Green SF
  • Hoffmann’s Grün
  • Grünpulver
  • Vert Lumiére
  • Vert de Paris
  • Vert Etincelle
Summenformel C26H33Cl2N3·ZnCl2
CAS-Nummer 7114-03-6
Kurzbeschreibung dunkelrotbrauner, kristalliner Feststoff
Eigenschaften
Molare Masse 594,8 g·mol−1
Aggregatzustand fest
Schmelzpunkt 233 °C
Löslichkeit

70 g/l in Wasser (20 °C)

Sicherheitshinweise
Gefahrstoffkennzeichnung
R- und S-Sätze R: 34-51/53
S: 26-36/37/39-45-61
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Methylgrün ist ein grüner Triphenylmethan-Farbstoff.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Inhaltsverzeichnis

Eigenschaften

Er bildet ein grünes, in Wasser lösliches Pulver. Es ähnelt stark dem Farbstoff Kristallviolett, welches eine Methylgruppe weniger trägt. Diese Methygruppe kann von Methygrün leicht dissoziieren, so dass Methygrün immer als Gemisch mit Kristallviolett vorliegt. Bei Merck und Aldrich wird das verwannte Ethylgrün als Methygrün aufgeführt. Ethylgrün trägt statt einer Methygruppe eine Ethygruppe am Stickstoffatom, ist aber physikalisch gesehen dem Methygrün zu ähnlich, um die beiden Farbstoffe unterscheiden zu können.  

Verwendung

Methylgrün wird unter anderem in der Mikroskopie als Kern- und Mitochondrienfarbstoff verwendet sowie zur Farbdifferenzierung zwischen Diphtherie und anderen Bakterien. In Verbindung mit Pyronin Y findet es überdies bei der Differenzierung zwischen DNA und RNA Verwendung (Unna-Pappenheim-Färbung).[1] Zu diesem Zweck darf die Farbstoffmischung kein Kristallviolett enthalten, das man mit einer Chloroformausschüttelung vom Methylgrün isolieren kann.  

Literatur

  1. P.G. Unna. In: Monatshefte für praktische Dermatologie. Jg. 1902, Bd. 55, S. 76.

Siehe auch

 
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