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Michail Alexandrowitsch Iljinski



Michail Alexandrowitsch Iljinski (russ. Михаил Александрович Ильинский; * 1./13. November 1856 in Moskau; † 18. November 1941 in Borowoje, Oblast Akmolinsk, Kasachstan) war ein russischer Chemiker.

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Leben

Iljinski begann 1875 ein Studium an der Sankt Petersburger Technologieinstitut, aus dem er jedoch 1876 wegen Teilnahme an politischen Aktivitäten ausgeschlossen wurde. Er ging nach Berlin und schloss dort 1882 die technische Hochschule ab. Bis 1883 und — nach einem kurzen Intermezzo an der Universität Münster — 1884/1885 war er weiter an der Universität bei dem Farbenchemiker Carl Liebermann, dem Erfinder der Alizarinsynthese, tätig. Im Anschluss arbeitete er noch drei Jahre in einer Berliner Farbenfabrik, bevor er 1889 nach Moskau zurückkehrte und dort 10 Jahre in der Alizarin-Fabrik in Schtscholkowo nahe der Moskau arbeitete.

1899 wechselte Iljinski wieder nach Deutschland und leitete das Labor einer Chemiefabrik. Bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges lehnte er ab, die deutsche Staatsangehörigkeit anzunehmen und wurde daraufhin unter Polizeiaufsicht gestellt. 1916 floh er nach Russland, wo er nach dem Krieg Privatdozent an der Moskauer Universität war.

Iljinski war er einer der Pioniere beim Aufbau der russischen Synthesefarbstoffindustrie. Bedeutsam sind seine Beiträge zur Chemie und Technologie der Anthrachinone.

Seit 1935 war er Ehrenmitglied der Akademie der Wissenschaften der UdSSR.

Anmerkung: Sind im Artikel doppelte Daten angegeben, nennt das erste Datum den Tag des Julianischen Kalenders, das zweite den Tag des Gregorianischen Kalenders. Die Kalenderumstellung erfolgte in den meisten Ländern zwischen 1582 und 1812, in einigen Staaten Osteuropas jedoch erst Anfang des 20. Jahrhunderts (so in Russland im Februar 1918).
 
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