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Neuromelanin



Das schwarz-bräunliche, unlösliche und granuläre Pigment Neuromelanin findet man im menschlichen Gehirn sowie in den Hirnen von Primaten, Fleischfressern, Pferden und einigen Amphibienarten. Das Neuromelanin entsteht durch die Oxidation zytosolischer Katecholamine , z.B. Dopamin, und kommt beim Menschen vor allem in der Substantia nigra (einem Bereich des Mittelhirns) und im Locus coeruleus des Hirnstamms vor.[1] Genaue Struktur und Funktion des Neuromelanins sind derzeit noch unklar. Nach heutigem Forschungsstand scheint dieser Melanintyp im Gehirn allerdings eher schützende, antioxidative Eigenschaften zu besitzen. Bei gleichzeitigem Vorhandensein von zweiwertigen Übergangsmetallen - vor allem Eisen und Kupfer in höheren Konzentrationen - scheint Neuromelanin dort die Produktion reaktiver Hydroxylradikale bzw. anderer Sauerstoffradikale zu begünstigen und durch diese Toxizität mit zur Entstehung neurodegenerativer Erkrankungen beizutragen. Dies würde u.a. auch die Abnahme der Pigmentkonzentration im Gehirn bei Menschen erklären, die an der Parkinson-Krankheit leiden.[2]

Quellen

  1. Gerlach, M., Trautwein, A. X., Zecca, L., Youdim, M. B. H. & Riederer, P.: Mössbauer Spectroscopic Studies of Purified Human Neuromelanin Isolated from the Substantia Nigra Journal of Neurochemistry 1995, 65 (2), 923-926. doi: 10.1046/j.1471-4159.1995.65020923.x (engl.)
  2. Berg D, Gerlach M, Youdim MBH, Double KL, Zecca L, Riederer P, Becker G: Brain iron pathways and their relevance to Parkinson's disease Journal of Neurochemistry 2001, 79, 225-236.doi: 10.1046/j.1471-4159.2001.00608.x (engl.)
 
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