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Normschliff



  Der Normschliff beschreibt die übliche Verbindung zweier Glasgeräte in der Chemie. Man unterscheidet zwischen Hülsen und Kernen an den Geräten, wobei immer ein Kern in eine Hülse passt. Die Hülse befindet sich beispielsweise am Rundkolben, der Kern an den entsprechenden weiteren Aufbaugeräten wie Rückflusskühler oder Tropftrichter. Zu den Kerngeräten gehören auch die Glasstopfen zum Verschließen momentan nicht gebrauchter Öffnungen. Die Verbindungsfläche zwischen Hülse und Kern ist der Schliff, er wird während der Benutzung mit einem hochviskosen Schlifffett gefettet oder mit Teflonhülsen abgedichtet. Zusätzlich können Klammern das Auseinanderweichen der Verbindung verhindern.

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Größen

Die Normschliffe sind in den Größen NS 7,5, NS 10, NS 12, NS 14 (auch als NS 14,5 verbreitet), NS 19, NS 24, NS 29, NS 32 und NS 45 erhältlich. Die Zahl gibt dabei den oberen Durchmesser des Kernes in Millimetern an. Eine abweichende Angabe bei Hülsen wie NS 29/32 heißt dabei, dass der Schliff den Durchmesser 29 mm und die Hülse eine Länge von 32 mm hat. Die Steigung zwischen dem oberen Durchmesser und dem unteren Durchmesser des Normschiffs beträgt 1:10. Diese Steigung ist bei allen Normschliffen gleich. Der Normschliff ist ein genau definierter Kegelschiff.

Formen

Es wird zwischen Kegel- und Kugelschliffen unterschieden. Die Kegelschliffe sind dabei konusförmig ausgebildet, bei den Kugelschliffen tragen die beiden Geräte eine Hohlhalbkugel als Hülse und eine Halbkugel als Schliff. Diese Verbindungsform wird häufig bei Rotationsverdampfern verwendet.

Siehe auch: Morsekegel, kraftschlüssige Kegelverbindung im Maschinenbau

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Normschliff aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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