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Obernkirchener Sandsteinbrüche



Die Obernkirchener Sandsteinbrüche sind nach dem Ort Obernkirchen am Bückeberg benannt.


Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Seit der Gründung des Klosters und der Errichtung der romanischen Klosterbasilika im Jahre 1167 bestimmt das Brechen und die Bearbeitung des Sandsteins aus den Kammlagen des Bückeberges, die Geschichte des Ortes Obernkirchen. Der Sandstein hat eine hohe Qualität. Da der Stein auf der Weser bis Bremen und von dort auf dem Seewege in andere Länder transportiert wurde, ist er auch als sogenannter Bremer Stein in Holland, Dänemark, Schweden, Norwegen, dem Baltikum, der Schweiz und in Amerika bekannt geworden.


Mineralogie und Petrographie

Der Obernkirchener Sandstein ist ein feinkörniger Quarzsandstein mit kieseligem Bindemittel. Der Anteil der beiden Mineralien beträgt 84%, und die restlichen 16% sind serizitische Beimengungen.

Der Stein hat eine gelblich-graue Farbe, zum Teil liegen Texturen vor, die den Stein schlierenartig gestalten. Die Gelbfärbung kommt durch das Mineral Limonit zustande und die Graufärbung durch Kohlebestandteile. Die Beschaffenheit ist feinkörnig-kompakt, so dass der Stein für feinste Bildhauerarbeiten geeignet ist.

Seine Witterungsbeständigkeit - auch gegen Frost - ist extrem hoch. Noch nach Jahrhunderten konnten nur geringe Verwitterungen an der Stiftskirche in Obernkirchen (1153-1167) beobachtet werden. Ferner eignet sich dieser Naturstein aufgrund seiner Beständigkeit als sog. Wasserbaustein zum Ausbau für Schifffahrtskanäle.

Steinoberflächen

Gebäudeliste

Einige Gebäude, zu deren Bau oder Restaurierung Obernkirchener Sandstein verwendet wurde - geordnet nach Ländern und nach Entfernungen von den Steinbrüchen:      

  • Dom zu Minden
  • Bremer Rathaus
  • Bremer Baumwollbörse
  • Hamburger Börse
  • Otto-Linne-Denkmal in Hamburg
  • Oldenburger Schloss
  • Villa Hügel in Essen
  • Schlosskirche Wittenberg
  • Kölner Dom
  • Ulmer Münster
  • Berliner Siegessäule
  • Börse in Kaliningrad
  • Rathaus Antwerpen in Belgien
  • Elisabethenkirche in Basel
  • Friedenspalast in Den Haag in den Niederlanden
  • Schloss Rosenberg in Kopenhagen in Dänemark
  • Börse in Bergen in Norwegen
  • Katharinenpalast in Zarskoje Selo bei Sankt Petersburg in Russland
  • Kathedrale in Baltimorein den USA
  • Weißes Haus in Washington (D.C.) in den USA
  • Nationaldenkmal in Belém do Para in Brasilien.

Literatur

Robert Kain: Obernkirchener Sandstein. Eigenverlag der Fa. Obernkirchener Sandsteinbrüche Paul Ebeling, o.J. (ca. 1938).

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Obernkirchener_Sandsteinbrüche aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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