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Osemund



Der märkische Osemund war ein sehr weiches und zähes, gut schmiedbares Eisen. Es eignete sich besonders zum Drahtzug. Erst auf der Basis dieses Vormaterials konnte sich die Drahtfabrikation in den Städten Lüdenscheid, Altena und Iserlohn entwickeln. Mit der grundsätzlichen Deutung des Wortes Osemund haben sich viele Sprachforscher beschäftigt, leider ohne ein befriedigendes Ergebnis. Das Wort kommt bereits im 14. Jahrhundert vor, ohne dass seine geographische Herkunft eindeutig zuzuordnen wäre. Am nächsten liegt die Annahme, dass der Begriff aus dem nordischen, schwedischen Raum stammt, wo er vielleicht zuerst ein bestimmtes Erz, dann aber eine besondere Eisenqualität bezeichnete. Eine interessante Erklärung findet sich in eine Dissertatio von Peter Saxholm aus dem Jahr 1725: das Wort Osemund leite sich von Asmuntz, dem Namen eines Sohnes des Riesen Gulla ab. Dieser Asmuntz würde in vielen sveogothischen Runenschriften genannt und gelte dort als Erfinder des Eisens.

Literatur

  • Dietrich Woeste: Der Osemund - Ein Beitrag zur Wirtschaftsgeschichte des Märkischen Sauerlandes und zur Geschichte des Eisens - Altenaer Beiträge, Band 16, Altena 1985 - 277 S.
 
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