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Platinasbest



Als Platinasbest wird ein mit feinstverteiltem Platin belegtes Asbest bezeichnet. Es findet hauptsächlich als Katalysator (Wasserstoff-Verbrennung, Hydrierung, Dehydrierung) seinen Einsatz.

Da Asbest cancerogen (Krebs erzeugend) ist, wird von der Verwendung von Pt-Asbest dringend abgeraten. Einen adäquaten Ersatz bildet hier Platin-Quarzwolle.

Herstellung

Variante 1

Asbest wird mit konzentrierter Platinchlorid-Lösung getränkt. Die Asbestfasern werden dann mit 35%-iger Formaldehyd-Lösung behandelt (für 1 g Pt ca. 3 mL Formaldehyd (Methanal)). Man setzt das ca. 1,5-fache (des Aldehyds) an 40%-iger Natronlauge hinzu und lässt auf dem Wasserbad zu Ende reagieren. Nach gründlichem Waschen und Trocknen ist der "schwarz-gefärbte" Asbest zum Gebrauch bereit.

Variante 2

Asbest mit einer konzentrierten Lösung von Hexachloroplatin-IV-säure (H2[PtCl6]) oder Natriumhexachloroplatinat (Na2[PtCl6]) getränkt, dann in einer konzentrierte Ammoniumchlorid-Lösung (NH4Cl) für ein paar Tage gelagert. Man lässt die Flüssigkeit gut abtropfen und erhitzt den so behandelten Asbest vorsichtig im Tiegel. Hierbei wird das zuvor auf der Faser niedergeschlagene Ammoniumhexachloroplatinat ( (NH4)2[PtCl6] ) zerstzt und nur das Pt "bleibt übrig".

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Platinasbest aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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