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Polyetherimid



Strukturformel
Allgemeines
Name Polyetherimid
Andere Namen

PEI

Summenformel C37H24O6N2
CAS-Nummer
Eigenschaften
Molare Masse 592 g/mol
Aggregatzustand fest
Sicherheitshinweise
Gefahrstoffkennzeichnung

R- und S-Sätze R: ?
S: ?
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Polyetherimid (PEI) ist ein zur Gruppe der hochtemperaturbeständigen Kunststoffe zählender Hochleistungsthermoplast. Diese Verbindung aus der Gruppe der Polyimide ist transparent und hat einen goldgelben Farbton. PEI besitzt eine hohe elektrische Durchschlagsfestigkeit und eine hohe Flammwidrigkeit. PEI ist hydrolysebeständig und ist sehr beständig gegenüber UV-Bestrahlung.

Polyetherimid (PEI) wird bevorzugt zu Kunststoffteilen für die Elektronik und in der Flugzeugindustrie verarbeitet. In der Luftfahrt kommt es vermehrt im Flugzeuginnenbereich zum Einsatz, da es im Brandfall eine geringe Rauchgasdichte entwickelt. Im strukturmechanischen Bereich des Flugzeugbaus wächst seine Bedeutung, da es in Faserverbundstrukturen eine höhere Schlagzähigkeit besitzt als duroplastische Matrixsysteme.

Der bekannte Markennamen Kapton steht beispielsweise für ein Polyetherimid.

Auch Membranen aus Polyetherimid sind durch ihre herausragende mechanische Festigkeit, ihre hohe Thermobeständigkeit, ihr gutes Filmbildungsvermögen und ihre relativ kostengünstige Herstellung ein erfolgreich in der Industrie eingesetztes Produkt. Inzwischen ist bekannt, dass Membranen aus Polyetherimid außerdem ein großes biomedizinisches Potenzial besitzen. Die Oberflächeneigenschaften des Materials lassen sich gezielt von wasserfreundlich (hydrophil) bis wasserabweisend (hydrophob) modifizieren, so dass Membranen aus PEI verschiedene biomedizinische Anforderungen erfüllen und damit vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten zugeführt werden können. Im GKSS-Forschungszentrum Geesthacht ist es gelungen, proteinabweisende und blutverträgliche PEI-Membranen herzustellen, die beispielsweise als Trägermembran für Hautsubstitute dienen oder als Alternativverfahren bei der Blutreinigung (Dialyse) zur Anwendung kommen könnten.

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Polyetherimid aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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