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Polyurethanklebstoff



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Einordnung

Polyurethanklebstoffe sind die höherfesten Konstruktionskleber und müssen vorgeschmolzen werden. Für schwächer belastete Verbindungen wird Silikon und für noch anspruchslosere Aufgaben Acryl eingesetzt. Bei unelastischen Verbindungen wird auch Epoxidharzklebstoff für ähnlich starke Verbindungen eingesetzt.

Eigenschaften

Polyurethan kann als dauerelastischer oder unelastischer Kleber ausgeführt werden. In der unelastischen Ausführung sind die Klebstoffe in Reinform nicht schockfest. Bei einer Stoßbelastung verglast der elastische Klebstoff und beginnt zu reißen. Um dem entgegenzuwirken, wird Ruß beigemischt. Der Klebstoff reißt immer noch, aber nur bis zum nächsten Rußteilchen. Dahinter muss die Spannung für einen erneuten Riss erst wieder aufgebaut werden. So verzögert sich der Rissfortschritt bis der Stoß zu Ende ist und die Bruchspannung wird erhöht. PUR-Klebstoff verfügt über zwei Abbindemechanismen. Einerseits Verfestigung durch Erstarren (bzw. unterschreiten des Schmelzpunktes) und einen länger andauernden chemischen Mechanismus.

Einsatzgebiete

In der elastischen Ausführung als Konstruktionskleber, vor allem um Scheiben in Züge, Busse und Autos einzukleben. Beim Karosseriebau wird zunehmend auch Kleber eingesetzt, um Verkleidungsbleche auf tragende Konstruktionen aufzusetzen. Dadurch bleibt die Blechoberfläche unbeschädigt, und es kann ohne Spachtel direkt Lack aufgetragen werden.

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Polyurethanklebstoff aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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