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Purpurit



Purpurit
Chemismus (Mn2+,Fe3+)[PO4] [1]
Mineralklasse Wasserfreie Phosphate ohne fremde Anionen
VII/A.02-60 (nach Strunz)
38.4.1.2 (nach Dana)
Kristallsystem orthorhombisch
Kristallklasse orthorhombisch-dipyramidal 2/m\ 2/m\ 2/m
Farbe tiefrosa bis rosaviolett, dunkelbraun
Strichfarbe rosa bis rosarot
Mohshärte 4 bis 4,5
Dichte (g/cm³) 3,2 bis 3,7
Glanz matt bis samtiger Seidenglanz
Transparenz durchscheinend bis undurchsichtig
Bruch spröd, uneben
Spaltbarkeit vollkommen nach [100] und [001]
Habitus körnige bis massige Aggregate
Häufige Kristallflächen
Zwillingsbildung
Kristalloptik
Brechzahl α=1,850 β=1,912 γ=1,920 [1]
Doppelbrechung
(optische Orientierung)
Δ=0,070 ; zweiachsig positiv
Pleochroismus grau-tiefrot-tiefrot
Winkel/Dispersion
der optischen Achsen
2vz ~ 38°
Weitere Eigenschaften
Phasenumwandlungen
Schmelzpunkt
Chemisches Verhalten
Ähnliche Minerale
Radioaktivität nicht radioaktiv
Magnetismus nicht magnetisch
Besondere Kennzeichen

Purpurit ist ein selten vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der wasserfreie Phosphate ohne fremde Anionen. Es kristallisiert im orthorhombischen Kristallsystem mit der chemischen Zusammensetzung (Mn2+,Fe3+)[PO4] und entwickelt überwiegend körnige bis massige Aggregate in tiefrosa bis rosavioletter, dunkelbrauner Farbe.

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Inhaltsverzeichnis

Etymologie und Geschichte

Purpurit (lat. purpureus = purpurrot) wurde 1905 durch die Mineralogen Graton und Schaller der Name gegeben.

Bildung und Fundorte

Purpurit entsteht primär durch hydrothermale Umwandlung der lithiumhreichen Minerale Triphylin und Lithiphilit in Pegmatiten. Das reaktionsfähige Lithium wird aus den ursprünglichen Mineralien gelöst und übrig bleibt das Mangan-Lithium-Phosphat.

Fundorte sind unter anderem Western Australia in Australien, Bayern in Deutschland, Erongo, Sandameb und Usakos in Namibia, Kitumbe in Ruanda, sowie in verschiedenen Regionen der USA.[1]

Verwendung als Schmuckstein

Purpurit wird aufgrund seiner geringen Härte eher selten zu Schmucksteinen verarbeitet, dann aber überwiegend als Trommelstein, gelegentlich auch in Cabochonform geschliffen.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. a b c Mindat – Purpurite (engl.)

Literatur

  • Edition Dörfler: Mineralien Enzyklopädie. Nebel Verlag, ISBN 3-89555-076-0
  • Walter Schumann: Edelsteine und Schmucksteine. 13. Auflage. BLV Verlags GmbH, 1976/1989, ISBN 3-405-16332-3
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Purpurit aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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