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Pyrofluid



Als Pyrofluid wird eine brennbare, flüssige Substanz bezeichnet.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Feuerspucker setzen bei ihrer Arbeit im Außenbereich oft im Handel unter diesem oder ähnlichen Namen erhältliche Spezialflüssigkeiten (ähnlich Petroleum) ein. Diese flüssige Substanz hat den Vorteil, dass sie einen höheren Flammpunkt als Alkohole und andere Kohlenwasserstoffe, wie z. B. Benzin hat und nicht explosiv ist. Alternativ zu Ölen werden auch Bärlappsporen, sog. Lycopodium bisdepuratum zum Feuerspucken verwendet. Diese haben den Vorteil, einen größeren Flammenball zu erzeugen und eine nicht ganz so heiße Flamme zu entwickeln. Auf diese Ausweichvariante wird daher aus brandschutzrechtlichen Gründen vorzugsweise in Innenräumen zurückgegriffen.

Achtung! Wenn Pyrofluid in die Atemwege gerät, drohen sehr schwere gesundheitliche Schäden an der Lunge, die sogar zum Tod führen können. Auch Bärlappsporen sind nicht ungefährlich! Substanzen zum Feuerspucken sollten nur unter Anleitung erfahrener Feuerspucker verwendet werden, mittlerweile raten aber viele Fachgeschäfte generell vom Feuerspucken ab und einige Versandhäuser haben Pyrofluid aus dem Sortiment genommen.

Der Flammpunkt ist hierbei sehr wichtig. Ist der Flammpunkt zu hoch wandert die Flamme davon, ist der Flammpunkt zu niedrig wandert die Flamme zum Mund und führt zwangsläufig zu leichten bis schweren Verbrennungen, die schnell bleibende Schäden hinterlassen können.


Siehe auch

  • Feuerspucker
  • Bärlappsporen
  • Lycopodium
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Pyrofluid aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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