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Süd-Chemie



Süd-Chemie AG
Unternehmensform Aktiengesellschaft
Gründung 1941 (1857 als BAG)
Unternehmenssitz München, BY, Deutschland

Unternehmensleitung

  • Günter von Au, Vorstandsvorsitzender
  • Dietrich Schulz, Aufsichtsratsvorsitzender
Mitarbeiter 4.779 (Konzern, 31. Dezember 2006)[1]
Umsatz 1.002,7 Mio. EUR (Konzern 2006)[1]
Branche Chemische Industrie
Produkte Adsorbentien & Katalysatoren
Website www.sud-chemie.com

Die Süd-Chemie AG ist ein weltweit tätiges Spezialchemie-Unternehmen mit Hauptsitz in München, das 1857 u. a. von Justus von Liebig als Bayerische AG für chemische und landwirtschaftlich-chemische Fabrikate (BAG) gegründet wurde.

Inhaltsverzeichnis

Kennzahlen

Der Umsatz (2006) beträgt 1.002,7 Millionen Euro, bei einem Gewinn vor Steuern (2006) von 84,4 Millionen Euro (jeweils Konzern). Weltweit sind 4.779 Mitarbeiter (Stand: 31. Dezember 2006) beim Süd-Chemie Konzern beschäftigt.

Geschichte

1857 erfolgte die Gründung der Bayerischen AG für chemische und landwirtschaftlich-chemische Fabrikate (BAG). 1859 begann Die BAG mit der Produktion des künstlichen Mineraldüngers Superphosphat.

1906 wurden die Erdwerke Kronwinkl Franz Schmid & Co. GmbH (EKFS) in Moosburg gegründet für Öl- und Getränkeraffinierung. 1909 wurden Die EKFS in Tonwerk Moosburg A. & M. Ostenrieder GmbH umbenannt. 1923 wurden Die Sirius Werke AG in Deggendorf gegründet und 1925 erweiterte Die BAG ihr Produktspektrum um Bleicherde.

1930 erfolgte der Zusammenschluss der Tonwerk Moosburg und der Sirius Werke zur Vereinigte Bleicherdefabriken AG (VBF) und 1941 eine Fusion der VBF und der BAG zur Süd-Chemie AG.

Die Süd-Chemie wird Marktführer im Bleicherdegeschäft und führender unabhängiger Katalysatorenhersteller in Europa. Ende der 1950er Jahre werden die ersten Katalysatoren auf der Basis von Bentonit hergestellt. 1958/1959 wurde das Joint Venture Girdler-Südchemie Katalysator GmbH mit Chemetron Corp., Chicago/USA gegründet. Ziel war die Herstellung von Katalysatoren zur Düngemittelproduktion, Erdöl-, Pflanzenöl-, Pflanzenfett- und Fettsäurenverarbeitung.

1974 wurde das gesamte Katalysatorengeschäft der Chemetron (Girdler Chemical Inc.) in Louisville/USA übernommen und 1977 übernahm die Girdler Chemical Inc. die United Catalysts Inc., Louisville/USA. Ende der 1970er Jahre wurde die Katalysatorensparte durch weitere Beteiligungen in Japan, Indien, Südafrika und im Mittleren Osten ausgebaut.

1996 wurde der Verpackungshersteller Airsec S.A., Paris/Frankreich übernommen. 1997 wurde der Katalysatorenspezialist Montecatini Tecnologie S.p.A., Novara/Italien, vom italienischen Mischkonzern Montedison übernommen. 2001 wurden die Katalysatorenaktivitäten in Deutschland am Standort Heufeld zusammengeführt.

2002 wurde das Chinageschäft ausgebaut und eine Mehrheitsbeteiligung am Katalysatorenhersteller in Panjin sowie eine Übernahme eines Gießereibentonitherstellers in Jianping erworben. 2003 wurde ein Joint Venture mit Scientific Design, Little Ferry/USA abgeschlossen. 2004 wurde der Gießereibereich durch den Erwerb des Metallurgieproduktvertriebs von SKW Metallurgie AG, Düsseldorf verstärkt. 2005 wurde eine Mehrheitsbeteiligung am Hersteller von Lithiumeisenphosphat Phostech Lithium Inc., Québec/Kanada vorgenommen.

2005 erfolgte die Konzentration auf die Kerngeschäfte: Der Geschäftsbereich Funktionale Additive (rheologische Additive) und das Copisil-Geschäft (Additive für kohlefreie Durchschlagpapiere) werden verkauft. Durch ein Joint Venture in Shanghai/China beginnt der Einstieg in die Polymerisationskatalyse. 2005/2006 wurde die Produktion für Gas-to-Liquids-(GTL-)Katalysatoren in Doha/ Katar begonnen. 2006 wurde das Joint Venture Süd-Chemie Schweiz SA, Broc/Schweiz, zur Herstellung von Pharma-Verpackungen gegründet und der Geschäftsbereich Heimtierprodukte verkauft.

Im Dezember 2007 gab das Unternehmen bekannt, die Ludwigshafener BASF übernehmen zu wollen. Für die feindliche Übernahme des bedeutend größeren Unternehmens wird die Süd-Chemie eine Kapitalerhöhung durchführen.

Produkte

Das Produktspektrum umfasst die Industriegruppen Lebensmittel- und Futtermitteladditive, Gießereiadditive, Waschmitteladditive, Papier und Spezialitäten, Spezialtiefbau, Gießereiprodukte, Spezialharze, Schutzverpackungen für Pharmazie und Diagnostik sowie Elektronik und Logistik, Kunststoffadditive, Industrielle Wasserbehandlung, Trink- und Abwasserbehandlung, Katalysatoren für Chemie, Petrochemie, Raffinerie, Olefin-Polymerisation, Luftreinigung, Brennstoffzellen-Technologie, Energiespeicherung.

Die zwei Unternehmensbereiche Adsorbentien und Katalysatoren gliedern sich in die Geschäftsbereiche Adsorbentien & Additive BAA, Schutzverpackungen BPE, Gießereiprodukte & Spezialharze BFR, Wasserbehandlung BWT und Katalysatoren-Technologie BCT sowie Energie & Umwelt BEE auf.

Standorte

In Deutschland existieren neben dem Hauptsitz in München weitere in Moosburg, Heufeld, Gammelsdorf, Duisburg, Fuldabrück, Unterneukirchen, Bitterfeld, Sauerlach, Bendorf, Wülfrath und Hilden.

Weiterhin existieren Standorte in Europa (Niederlande, Schweiz, Finnland, Norwegen, Spanien, Frankreich, Österreich, Tschechische Republik, Griechenland, Polen, Türkei, Großbritannien, Russland, Italien und Schweden), in Amerika (Brasilien, Kanada, Mexiko, Peru, USA), in Asien / Mittlerer Osten (Bahrain, Qatar, China, Singapur, Indien, Südkorea, Indonesien, Taiwan, Iran, Thailand und Japan), in Australien, sowie in Afrika (Malawi, Marokko, Südafrika).

Einzelnachweise

  1. a b Konzernstruktur
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Süd-Chemie aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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