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Sandarak



Sandarak (Sandarach, lat. Resina sandaraca, frz. Sandaraque, engl. Sandarac) ist das Naturharz einer strauch- oder baumartigen Konifere, dem Sandarakbaum (Tetraclinis articulata).

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Das dem Mastix ähnliche Harz wird spontan aus der Rinde ausgeschwitzt. In den Handel kommt es von Mogador an der marokkanischen Westküste meist über Frankreich, doch auch über Triest und Venedig. Unterschieden werden zwei Sorten: ordinär und fein, beziehungsweise naturell (in sortis) und auserlesen (electa). Letztere Sorte bildet blaßgelbe, längliche, weiß bestäubte Körner und Stengelchen, die auf dem Bruche durchsichtig und glasglänzend erscheinen. Die andere besteht aus trüben und unreineren Stückchen, vermischt mit kleinerem Grus, Sand, Erde und Holzteilchen.

Das Harz ist spröde und leicht zerbrechlich, hat einen balsamisch-harzigen Geruch sowie schwach bitteren Geschmack und erweicht beim Kauen nicht (wie Mastix), sondern zerfällt in ein sandiges Pulver. In Alkohol, Äther, Fuselöl und Aceton ist es völlig, in Terpentinöl, Schwefelkohlenstoff, Chloroform und Petrolether nur teilweise löslich. Sandarak besteht neben geringen Mengen ätherischen Öls und Bitterstoffen hauptsächlich aus Sandarakol- und Kallitrolsäure.

Anwendung

Sandarak dient zur Herstellung von Räucherpulvern, hauptsächlich aber von Weingeistfirnissen, Polituren sowie fetten und flüchtigen Lacken. Zur Oberflächenbehandlung wird es jedoch immer in Verbindung mit Elemi, venetianischem Terpentin oder etwas Rizinusöl angewandt, da es zwar sehr harte, aber zu spröde, dem Abbröckeln unterworfene und nicht besonders glänzende Überzüge liefert. Fein gepulvertes Sandarak bildet das bekannte Radierpulver, mit dem radierte Stellen auf Papier wieder beschreibbar gemacht werden können.
Eine aus Australien in den Handel kommende, im Englischen „Pine gum“ genannte Art der Schmuckzypressen (Callitris), von Callitris preisii, bildet größere Stücke als die afrikanischen Arten, ist aber sonst in seiner Verwendbarkeit diesen gleich (hierbei scheint es sich um eine nicht weiter belegte Information zu handeln).


Dieser Artikel basiert auf einem Text aus Merck's Warenlexikon.

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Sandarak aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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