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Almandin



Almandin
Almandin-Granat in Gneis aus Brasilien
Chemismus Fe3Al2[SiO4]3
Mineralklasse Inselsilikate (Nesosilikate)
VIII/A.08-020 (nach Strunz)
51.4.3a.2 (nach Dana)
Kristallsystem kubisch
Kristallklasse kubisch-hex'oktaedrisch 4/m\ \bar3\ 2/m
Farbe rot bis rotviolett, schwarzbraun
Strichfarbe weiß
Mohshärte 7
Dichte (g/cm³) 3,95 bis 4,32
Glanz Glasglanz
Transparenz durchsichtig bis durchscheinend
Bruch muschelig bis uneben
Spaltbarkeit keine
Habitus körnige bis große Kristalle
Häufige Kristallflächen rhombische Dodekaeder, auch 24-flächige Trapezoeder, selten 48-flächige Hexoktaeder
Zwillingsbildung
Kristalloptik
Brechzahl 1,83, stark wechselnd
Doppelbrechung
(optische Orientierung)
keine
Pleochroismus
Winkel/Dispersion
der optischen Achsen
2vz ~
Weitere Eigenschaften
Phasenumwandlungen
Schmelzpunkt
Chemisches Verhalten durch Mineralsäuren angreifbar
Ähnliche Minerale Pyrop (Mg3Al2[SiO4]3)
Radioaktivität nicht radioaktiv
Magnetismus nicht magnetisch
Besondere Kennzeichen

Almandin (von lat. alabandina, nach der antiken Stadt Alabanda in Karien), auch Eisentongranat, ist ein häufig vorkommendes Silikat-Mineral, genauer ein Inselsilikat (Nesosilikat) aus der Familie der Granate.

Seine Färbung schwankt zwischen rot und violett, seltenere Farbtöne sind rotbraun oder schwarz. Das Mineral kristallisiert im kubischen Kristallsystem typischerweise in rhombischen Dodekaedern. Es treten aber auch 24-flächige Trapezoeder, Kombinationen dieser Formen und manchmal auch 48-flächigen Hexoktaeder auf. Ebenfalls oft zu finden sind massige Aggregate.


Inhaltsverzeichnis

Varietäten und Modifikationen

Almandin (Fe3Al2[SiO4]3) bildet mit Pyrop (Mg3Al2[SiO4]3) und Spessartin (Mn3Al2[SiO4]3) eine Mischreihe, genannt Pyralspit-Reihe.

Almandin, Pyrop und Spessartin sind in der Natur selten in reiner Form zu finden, sondern enthalten stets einen gewissen Anteil an Eisen, Magnesium und/oder Mangan (manchmal auch einen geringen Anteil an Yttrium). Allerdings lässt die Dichteprüfung eine gewisse Zuordnung zu den Endgliedern der Mischreihe zu. Aus dem gleichen Grund schwankt auch die Brechzahl stark.

Ein Mischkristall, der das Verhältnis Magnesium zu Eisen von etwa 2:1 und eine rosa- bis rotviolette Farbe aufweist, wird nach Hugo Strunz Rhodolith genannt [1].

Bildung und Fundorte

Die Kristalle sind normalerweise im metamorphen Gestein eingebettet und von anderen Almandin-Kristallen getrennt. Begleitminerale sind Feldspat, Glimmer, Quarz und Staurolith.

Bedingt durch seine Entstehung hat der Almandingranat starke innere Spannungen, wie auch jeder andere Granat. Er ist durch alle Mineralsäuren angreifbar.

Zu finden ist Almandin unter anderem in Fort Wrangel in Alaska, Nordostbayern in Deutschland, Indien, Ampandramaika auf Madagaskar, Norwegen, Ötztal, Zemmgrund und Zillertal in Österreich, Mtoko in Rhodesien, Falun in Schweden, USA und Nordtessin in Schweiz.

Verwendung

Almandin wird wie die meisten anderen Minerale der Granatfamilie vor allem zur Herstellung von Schmuck verwendet.

Galerie

Siehe auch

Systematik der Minerale, Liste der Minerale

Literatur

  • Edition Dörfler: Mineralien Enzyklopädie, Nebel Verlag, ISBN 3-89555-076-0
  • Paul Ramdohr, Hugo Strunz: (Klockmanns) Lehrbuch der Mineralogie (16. Aufl.), Ferdinand Enke Verlag (1978), ISBN 3-432-82986-8
  • Prof. Dr. Walter Schumann: Edelsteine und Schmucksteine, BLV Verlags GmbH München (1976/1989), ISBN 3-405-12488-3
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Almandin aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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