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Toxaphen



Strukturformel
Allgemeines
Name Toxaphen
Andere Namen
  • Camphechlor
  • Chlorcamphen
  • Polychlorcamphen
  • Chloriertes Camphen
  • Chloriertes 2,2-Dimethyl-3-methylennorbornan
Summenformel C10H10Cl8 (Gemisch!)
CAS-Nummer 8001-35-2
Kurzbeschreibung gelber, wachsartiger Feststoff, schwacher Terpen-Geruch
Eigenschaften
Molare Masse 413,8 g·mol−1
Aggregatzustand fest
Dichte 1,65 g·cm−3 [1]
Schmelzpunkt 65–90 °C[1]
Siedepunkt Zersetzung[1]
Dampfdruck

67 Pa (25 °C) [1]

Löslichkeit
  • in Wasser ~3 mg·l−1[1]
  • in Ethanol 120 g·l−1
  • in Hexan > 4500 g·l−1
Sicherheitshinweise
Gefahrstoffkennzeichnung aus RL 67/548/EWG, Anh. I
R- und S-Sätze R: 21-25-37/38-40-50/53
S: (1/2-)36/37-45-60-61
WGK 2 (wassergefährdend)[1]
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Toxaphen ist ein Pestizid, das aus einer komplexen Mischung aus hauptsächlich mehrfachchlorierten Bornanen, mehrfachchlorierten Bornenen, Dihydrocamphenen und Camphenen besteht.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Es wurde erstmals 1945 von Hercules Inc. als Hercules 3956 in den Verkehr gebracht. Toxaphen war eines der weltweit am meisten verwendeten Insektizide, bis zu seinem Verbot durch die EPA 1982. Zwischen 1946 und 1993 wurden weltweit ungefähr 1 000 000 Tonnen an Toxaphen verbraucht. In der Bundesrepublik Deutschland wurde sein Einsatz in der Landwirtschaft bereits 1971 verboten.

Durch die Stockholmer Konvention vom 22. Mai 2001 wurde ein weltweites Verbot zur Herstellung, Verkauf und Anwendung von zwölf persistenten organischen Schadstoffen (POPs = persistent organic pollutants) ratifiziert. Zu diesem „dreckigen Dutzend“ gehört auch Toxaphen. Mit der Ratifizierung durch den 50. Beitrittsstaat am 17. Mai 2004 hat das Übereinkommen globale Rechtsgültigkeit erlangt.

Verwendung

Toxaphen wurde vor als Pestizid vor allem im Anbau von Baumwolle, Getreide, Früchten, Nüssen und Gemüse eingesetzt.

Toxizität und Biologische Bedeutung

Toxaphen gilt als erbgutverändernd, krebserzeugend und teratogen.

Wegen der hohen Flüchtigkeit wird Toxaphen auch über die Atmosphäre in abgelegene Gebiete transportiert und ist somit ubiquitär in der Umwelt vorhanden.

Einzelnachweise

  1. a b c d e f Eintrag zu Toxaphen in der GESTIS-Stoffdatenbank des BGIA, abgerufen am 13.12.2007 (JavaScript erforderlich)
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Toxaphen aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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