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Warmleim



Warmleim bezeichnet einen Klebstoff, der aus tierischem Kollagen besteht und warm verarbeitet wird. Eine weitere Bezeichnung ist Glutinleim.

Zu den Warmleimen gehören

  • Knochenleim (aus Tierknochen),
  • Hautleim (aus Hautgewebe),
  • Hasenleim (aus Kaninchen- und Hasenhaut),
  • Hausenblasenleim (aus der Schwimmblase des Störs),
  • Fischleim (aus Haut, Knorpel und Gräten).


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Inhaltsverzeichnis

Verarbeitung

Charakteristisch ist die Verarbeitung im erwärmten Zustand bei etwa 50 - 60°C. Nur dann ist der Leim flüssig genug. Beim Erkalten bindet der Leim ab. Warmleime werden meist im Wasserbad erwärmt, da die Temperatur nicht deutlich über 60°C steigen darf, sonst beginnt sich das Eiweiß zu zersetzen und der Leim wird unbrauchbar. Einmal abgekühlter Leim kann wieder erwärmt werden, um später verwendet zu werden. Eventuell muss der Leim durch die erneute Zugabe von Wasser wieder geschmeidig gemacht werden.

Warmleim oder Heißleim?

Fälschlicherweise wird Warmleim häufig als „Heißleim“ bezeichnet. Diese Benennung ist jedoch nicht korrekt, da nur Leime aus Kunststoff wie der sog. Schmelzklebstoff oder Hotmelt mit einem Schmelzpunkt zwischen 80 und 200 °C heiß verarbeitet werden.

Verwendung

Verschiedene Warmleime werden bei der Restaurierung von Büchern, Möbeln und Kunstwerken, bei der Holzverarbeitung, in der Buchbinderei, im Instrumentenbau und im Glaserhandwerk verwendet.

Quellen

  • Fritz Wiese, Der Bucheinband, Schlütersche Verlagsanstalt, 2005
  • Baufeldt / Rösner / Scheuermann / Walk, Informationen übertragen und drucken - Lehr- und Arbeitsbuch für das Berufsfeld Drucktechnik, Verlag Beruf + Schule, Itzehoe 1998
 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Warmleim aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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