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Windungsschluss



Als Windungsschluss wird ein Defekt bei Transformatoren und Spulen bezeichnet, bei welchem die gewöhnlich durch Lackisolation voneinander getrennten Draht-Windungen zueinander elektrischen Kontakt bekommen.

Weiteres empfehlenswertes Fachwissen

Ein Windungsschluss kann durch Verarbeiten fehlerhaft isolierter Wickeldrähte oder thermische Überlastung verursacht werden. Bei Schaltnetzteil- und Hochspannungs-Transformatoren kann die Isolation auch durch Teilentladungen oder dielektrische Verlustwärme beschädigt werden. Windungsschlüsse führen zu lokaler Erhitzung (es entsteht eine kurzgeschlossene Wicklung) und zum Totalausfall des Transformators.

Bei der Fehleranalyse an ausgefallenen Transformatoren ist der Nachweis für einen Windungsschluss nicht einfach. Häufig kann erst ein überhitzter Bereich (dunkle Verfärbung der Isolierstoffe, im Extremfall verflüssigtes Gießharz) und manchmal eine geschmolzene Windung (unterbrochener Leiter und Kupferperlen) entdeckt werden. Der Rückschluss das dieses Fehlerbild ein Windungsschluss war, ist schwierig, und noch schwieriger ist die Frage nach dem "Warum" zu beantworten.

Zur Qualitätskontrolle oder zur Fehlerdiagnose werden Windungsschluss-Prüfgeräte verwendet. Diese bestimmen anhand der Güte der Induktivität der Wicklung, ob ein Windungsschluss vorliegt.

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Windungsschluss aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
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