Meine Merkliste
my.chemie.de  
Login  

Wirksumme



Die Wirksumme dient der Abschätzung der Korrosionsbeständigkeit einer nickelhaltigen Legierung gegenüber Lochfrass oder Spaltkorrosion. Die Wirksumme ist auch bekannt unter dem Kürzel PRE (Pitting Resistance Equivalent).

Die Fähigkeit eines Edelstahls oder einer Nickelbasislegierung sich gegen diese Formen der Korrosion zu schützen, hängt von unterschiedlichen Gehalten von Legierungselementen ab. Diese Legierungselemente führen zu einer Passivierung des Metalls und so zu einem Schutz. Ist die Passivschicht nicht ausreichend, so wird das Metall angegriffen und korrodiert. Um eine Passivschicht aufzubauen, benötigt ein rostfreier Stahl einen Chromgehalt von mindestens 12% für die Bildung einer stabilen passiven Oberflächenschicht. Hierbei muss der Chromgehalt in der Regel umso höher sein, je mehr an Oxidationsmitteln vorhanden sind.

Nach dem Chrom ist Molybdän das wichtigste Legierungselement. Die Anteile liegen zwischen 1,6 und 28%. Molybdän erhöht die Beständigkeit gegen flächig abtragenden Korrosionsangriff in reduzierenden Medien und ist damit für die Säurebeständigkeit von wesentlicher Bedeutung.

Eine ähnliche Bedeutung hat der Stickstoff für den Werkstoff.

Die Wirksumme berechnet sich:

WS = %Cr + 3,3 * %Mo + 30 * %N

Je höher die Wirksumme ist, desto beständiger ist der Werkstoff gegenüber Spalt- bzw. Lochfraßkorrosion. Legierungen mit einer Wirksumme von über 33 gelten als seewasserbeständig.

 
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Wirksumme aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
Ihr Bowser ist nicht aktuell. Microsoft Internet Explorer 6.0 unterstützt einige Funktionen auf Chemie.DE nicht.